36 results for tag: Alte Kunst


Wo alles schön ist fand ich Perugino

Eigentlich war ich mit meiner Begleitung nach Umbrien gekommen um die Fresken von Giotto in der Basilika San Francesco | Assisi im Original zu sehen und Stringozzi mit geriebenem Trüffel zu essen. Doch es kam alles anders. Ich machte eine Entdeckung, die ich wirklich nicht erwartete. Der Giotto war gesehen und eine erste Portion Stringozzi verspeist, also war ein Ausflug in die nähere Umgebung angesagt.

Cranach auf der Augustusburg leider eher unbekannt


Über die Allegorie in der Kunst und deren Verschlüsselung

Allegorien sind ein intellektuelles Mittel um Dinge und Gegebenheiten zu umschreiben oder ihnen eine besondere Bedeutung zu verleihen. Walter Benjamin schreibt: Das Symbol ist die Identität von Besonderem und Allgemeinen, die Allegorie markiert ihre Differenz.“ Hammer und Sichel wie auch das Hakenkreuz sind Symbole, die keine Differenzierung zulassen. Die Kunst in einer Diktatur, also auch der sozialistische Realismus, sollte zum Symbol degradiert werden, um unliebsame Deutungen zu verhindern. Sie dient als Herrschaftsinstrument.

Gatzemeier Fetischismus Grafikedition

Gatzemeier´s Grafikzyklus geht von Gegenständen oder Personen aus, die eine Beziehung miteinander eingehen. Diese ist, wie im irdischen Leben, wohl möglich aber oft unwahrscheinlich ist. Das Bild ist ein Substrat daraus. Komprimiert den Zufall und konserviert ihn zugleich. Denn Leben und Kunst sind dem Zufall geschuldet. Dieser Zufall hat für den Betrachter insofern etwas Befreiendes, da dieser das Dargestellte mit seinen persönlichen Gegenstands- oder Fetischprioritäten entschlüsseln kann.

Bramantino in Lugano vom Frühwerk angetan

Meine Neugier wurde durch eine Sendung im Deutschlandfunk geweckt, und da die Gegend auch zur Erholung taugt, plante ich einen Besuch im Museo Cantonale d’Arte ein, ehe das Glas zum neuen Jahr hin erhoben wurde. Das ein neues Jahr unweigerlich seinen Anfang nimmt stand fest, dass ich die Bramantino-Ausstellung verstört verlassen würde jedoch nicht. Im Ausstellungshaus wies die Aufsicht den Weg in die obere Etage, in der die Frühwerke Bramantinos hingen. Ich war angetan erwartete ich doch einiges aber nicht das.

Luxor und das Tal der Könige

Luxor und das Tal der Könige waren wohl imposant, die Wüste aber das beeindruckendste des Ausflugs. Diese unendliche Weite. Das tansparente Blau des Himmels mit seiner unvorstellbaren Leuchtkraft. Als hätte der Schöpfer in oder über die Farblehre habilitiert - so waren die Farben komponiert. (Damals gab es noch keine Honorarprofessuren, die man sich gegenseitig zusteckt). Ein geradezu himmlisches Blau, viel heller und durchscheinender als bei uns im Norden, erstreckt sich - zum Horizont heller werdend - über den Reisebus. Cuprorivait, ägyptisches Blau, ist nicht umsonst eines der ältesten Pigmente. Wer solch einen Himmel hat, erfindet auch ...