11 results for tag: Literatur


Man kann alles malen. Aber nicht jeder


Maria Matios „Darina die Süße“ sollte man lesen

Große ukrainische Literatur ! Nachdem ich von der Sabuschko das „Museum der vergessenen Geheimnisse“ gelesen hatte, fiel mir letztens „Darina die Süße“ in die Hände. Begierig aber auch mit ein wenig Angst schlug ich das Buch auf, weil man so manchesmal enttäuscht ist, wenn man ein ähnliches Ereignis erwartet wie bei der ersten Begegnung mit der Literatur eines Landes das man bis dato nicht im Fokus hatte. Sind die ersten 10 Seiten gelesen, befindet man sich mitten im ukrainischen Dorf. In einem, welches wohl Tausenden gleicht und die Menschen scheint man geradezu vor sich zu sehen. Ja ich rieche. Die Tiere, das Stroh und die saftig ...

Nathanael West „Miss Lonelyheardts“

Ein Stück unserer Zeit 1933 aufgeschrieben - Nathanael West „Miss Lonelyheardts“ Sagenhafte, schiere, unbeschreibliche hunderttausend belletristische Neuveröffentlichungen wurden dem deutschen Publikum im letzten Jahr zugemutet. Und dann das. Einer schrieb mir vor langer Zeit eine Geschichte auf, die ich zu kennen glaube. Klar und unter Entsagung lästiger intellektueller Sahnehäubchen. Kapitalistischer Realismus? Die Miss, deren Männername wir nicht erfahren, arbeitet als Redakteur einer Zeitung und beantwortet Lesebriefe von Damen mit Problemen. Es wir nicht beschrieben, aber ER, Miss Lonelyhearts, hat sich sein Leben anderes vorgestellt. ...

Museum der vergessenen Geheimnisse

Oksana Sabuschko „Museum der vergessenen Geheimnisse“ Da bin ich aber sehr froh, dass ich die Rezension in der „Zeit“ über die Sabuschko gelesen habe. Sonst wäre an mir wohl dieses grandiose Buch vorübergegangen und das hätte ich noch nicht einmal bedauert, weil so unwissend wie zuvor. Das Genörgel der Rezensentin über den Ausgang der Geschichte habe ich - und wohl auch andere - nicht ernst genommen. Ansonsten liegt sie aber ganz richtig. Solch eine leichtfüßig-tiefgründig daherkommende und dazu noch äußerst geschichtsträchtige Literatur ist mir selten begegnet. Keine deutsch-verschrubelte, intellektualisierende, besserwisseris...

Karls beweglicher Hochsitz und sein Leben


Forschungsarbeit zur Dederonkittelschürze


Gatzemeier „Morgen, morgen wird alles …

Gatzemeier "Morgen, morgen wird alles zum guten Ende kommen!" ist sein zweiter Roman. Hinter Edgar Wünschel, dem attraktiven Mathematiker, sind die Frauen her, er will und kann keine von ihnen halten.  Er wird Aktienhändler, um nicht als Arbeitsloser zu enden. Eingebettet in eine burleske und teilweise grotesk anmutende Geschichte aus dem Bankmilieu wird beschrieben, wie es Wünschel als professionellem Börsenspieler wider Willen ergeht. Erst als er die wertlos gewordenen Hypothekenkredite der Dubliner Zweigstelle seiner Bank bewerten soll, wird ihm bewußt, daß das System, in dem er sich bewegt, auf Lug und Trug beruht. Präzise und ...

Schöpfungsgeschichte der fliegenden Fische


Subtext – Brief an einen mir bekannten Leser


La Croix-Valmer – Unwetter