Forschungsarbeit zur Dederonkittelschürze

Empirisch-antropologische Forschungsarbeit zur Dederonkittelschürze und deren Bedeutung für die Entwicklung der zwischenmenschlichen Beziehung im letzten Jahrhundert. Eine Forschungsarbeit zur Dederonkittelschürze .

Geschichte der Dederonkittelschürze

Obwohl die Dederonkittelschürze für den Fronteinsatz eher ungeeignet erschien, spielte sie in der Auseinandersetzung der Systeme während des Kalten Krieges eine heiße Rolle. Den Wettbewerb im Weltraum bestritten Kosmonauten und Astronauten. In den Frontstaaten, rechts und links der Elbe, ging es um die Vorherrschaft von Perlon oder Dederon. Der Begriff Perlon entwickelt sich aus dem Codenamen eines militärischen Entwicklungsprojekts für Fallschirme und Flugzeugreifen. Typisch militaristisch-monopolkapitalistisch!

Der friedliebende sozialistische Mensch trug den eng anliegenden Stoff nicht nur als Kittelschürze, Hemd oder Damenstrumpf.

Er trug zugleich sein Land auf der Haut. DDR und „on“ ist Dederon. Dederon wurde in den VEB Chemiefaserkombinaten „Wilhelm Pieck“, Herbert Warnke und „Friedrich Engels“ hergestellt. Im Gegensatz des in der Freizeit nicht nur inhäusig vom Mann getragenen schlabbrigen Trainingsanzug konnte die Kittelschürze durchaus körperbetont wirken. Der Wesensunterschied im Unterhalt einer kapitalistischen Familie und einer sozialistischen bestand unter anderem im Brötchenpreis von 50 Pfennigen und der Geburtenprämie.

Die schnell zu öffnende Kittelschürze, unter der, weil sie zu 100 % atmungsresistent war, in der Regel so gut wie nichts getragen wurde, ermöglichte einen Geburtenüberschuss der die Verluste durch feindliche Indoktrination der Bonner Ultras in die BRD gelockten negativ-dekadenten Subjekte mehr als ausglich.

Freilich gab es auch im Sozialismus Männer, die nicht willig waren. Die werktätigen Frauen wussten sich zu helfen, da in jedem gut eingerichteten Warenlager uneinsehbare Ecken zu finden waren. Dahin wurden die schüchterne Aktivisten verschleppt und vernascht.

„Um die Teilnahme der Frauen und Mädchen an allen gesellschaftlichen Prozessen weiter zu fördern, Berufstätigkeit und Mutterschaft noch besser miteinander zu vereinbaren, wurden Voraussetzungen geschaffen, mit denen es sich gut leben läßt und die heute niemand mehr missen möchte.“
Erich Honecker

Die emanzipierte Frau überredete ihren Mann Schichtarbeit zu leisten, oder auf Montage zu gehen.

Die Дружба – Trasse, ein 518 km langer Abschnitt einer Erdgasleitung in der Sowjetunion, die für Naturalien, also Erdgas, von der DDR gebaut wurde, war der Traum aller Frauen. Die Männer waren jahrelang weg und bekamen, meist als zurückkehrende Alkoholiker, eine Sonderzuteilung in Form von ein Stück PKW-Trabant. Die meisten verstarben schnell oder ließen sich scheiden. Die zurückgebliebenen benachteiligten Männer kümmerten sich hin und wieder um die alleinstehenden, kittelschürzentragenden Frauen.

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