Metamorphose in der Kunst: Von der schwebenden Figur zum Schmetterling
Erst verloren meine Figuren den Boden unter den Füßen. Heute fliegen Schmetterlinge über alte Kontoblätter. Dazwischen: sechzig nackte Menschen in einer Kirche.
Erst verloren meine Figuren den Boden unter den Füßen. Heute fliegen Schmetterlinge über alte Kontoblätter. Dazwischen: sechzig nackte Menschen in einer Kirche.
Das zweite Leben des Papiers – oder das Palimpsest in der Kunst Thomas Gatzemeiers Naturdarstellungen aus dem Zyklus „Sammelsurium“ und das Kontopapier Deckblätter von Kontobüchern aus dem Zeitraum um 1910 Das Palimpsest – wenn ein Bildgrund bereits eine Geschichte besitzt Der Begriff „Palimpsest“ stammt aus der Ägyptologie. In früheren Jahrhunderten war Pergament kostbar. Deshalb wurden…
1985 entstand eine Werkgruppe, in der Fragen nach Freiheit, Verletzlichkeit und dem menschlichen Leib zu einer expressiven Bildsprache fanden. An ausgewählten Gemälden erläutert Thomas Gatzemeier die Gedanken hinter diesen Arbeiten und ihre Bedeutung für sein künstlerisches Schaffen.
Die Rückseite eines Gemäldes zeigt den Prozess: Daten, Pfeile, Entscheidungen. Ein Blick auf das Verso macht sichtbar, wie Malerei wirklich entsteht. Hier die Offenbarung eines Geheimnisses
Die Nähe zu Otto Dix ist offensichtlich. Seine Kriegsversehrten, seine schonungslosen Körper, die nicht mehr zu verbergen sind – sie bilden einen Hintergrund, vor dem man diese Arbeit sehen muss. Dix zeigt die Verwundung als Konsequenz.
Maria zürnt: Eine eindringliche Betrachtung einer Marienfigur im Kontext kirchlicher Missbrauchsskandale und moralischer Verantwortung.
In Gatzemeiers Erstlingsroman wird von einem zeitlebens ebenso desorientierten wie opportunistischen Karrieristen, erzählt. Er lotet die Abgründe des Menschen aus.
Bei der Kunstbetrachtung geht man gern von der Einzigartigkeit einer Schöpfung aus. Viele Menschen empfinden sich auch so – also Einzigartig.
Für viele Menschen ist schenken und anderen Freude zu bereiten eine schwierige Aufgabe und Geschenke für Naturliebhaber zu finden ist nicht einfach. Was könnte gefallen?
Die Kunst ist von einem Dazwischen geprägt, denn ohne Dualismus keine Struktur. Im 20-ten Jahrhundert werden stilistische Einordnungen aufgeweicht.