Spargel mit Palatschinken ein Rezept für die Spargelzeit
Spargel mit Palatschinken – ein Rezept für die Spargelzeit
Irgendwann fragt man sich während der Spargelzeit unweigerlich, wie man den Spargel noch zubereiten könnte. Immer nur klassisch mit Sauce Hollandaise – das ist zwar wunderbar, aber auf Dauer doch etwas vorhersehbar.
Ein leichtes und überraschend elegantes Gericht ist Spargel mit Palatschinken. Palatschinken sind gewissermaßen die ungarische Variante des französischen Crêpe und gehören zur großen Familie der Pfannkuchen. Dünn, zart und vielseitig – ideal also für ein Spargelgericht.
Mein Rezept für Spargel mit Palatschinken und Schinken ist im Grunde ein kleines europäisches Gemeinschaftsprojekt. Denn schon der Name Palatschinken bringt Ungarn ins Spiel. Dann haben wir noch Serrano-Schinken, also luftgetrocknetes, gereiftes Schweinefleisch – und schon meldet sich Spanien zu Wort.
Nennt man den Schinkenspeck dagegen Pancetta, kommt eine italienische Note hinzu. Dazu gesellt sich noch einfacher gekochter Schinken, und Deutschland landet ebenfalls auf dem Teller.
Der Crêpe – ha! – Frankreich ist also auch vertreten. Denn im Grunde ist ein Palatschinken nichts anderes als ein besonders dünner Eierkuchen.
So wird aus Spargel mit Palatschinken ganz nebenbei ein kleines kulinarisches Europa.
AUNZEIGE FÜR AUSSERGEWÖHNLICHES | Wenn Sie schon Klicken - dann bitte auf eine Bild
Die Zutaten für den Palatschinken mit Spargel für 4 Personen
- 150 g Mehl
- 2-3 Eier
- 250 ml Milch
- 1-2 EL geschmolzene Butter
- 1 Priese Salz
- 4 EL flüssige Butter zum backen
- 4 Scheiben Seranoschinken
- 4 Scheiben Pancetta – Schinkenspeck
- 4 Scheiben gekochter Schinken gut durchwachsen
- Pro Person 250 g Spargel
Spargel mit Palatschinken ein Rezept für die Spargelzeit | Zubereitung der Palatschinken
Zuerst wird die Milch leicht erwärmt. Dann gibt man das Mehl in eine Schüssel und formt in der Mitte eine kleine Mulde. In diese Mulde schlägt man ein Ei (natürlich ohne Schale).
Das Eigelb des zweiten Eies wird vom Eiweiß getrennt. Das Eiweiß stellt man zunächst beiseite, das Eigelb kommt zum Mehl.
Nun vermischt man zuerst Ei und Mehl mit einem Holzlöffel. Danach wird langsam die Milch hinzugegeben und so lange gerührt, bis ein glatter Palatschinkenteig ohne Klümpchen entsteht.
Zum Schluss wird der Teig leicht gesalzen und darf etwa ein bis zwei Stunden ruhen. In dieser Zeit schlägt man das zuvor beiseitegestellte Eiweiß zu festem Schnee und hebt ihn anschließend vorsichtig unter den Teig. Dadurch werden die Palatschinken besonders locker und zart.
AUNZEIGE FÜR AUSSERGEWÖHNLICHES | Wenn Sie schon Klicken - dann bitte auf eine Bild
Palatschinken in der Pfanne backen
Eine möglichst flache Pfanne wird auf mittlere Temperatur erhitzt. Dann gibt man einen Esslöffel Butter hinein und lässt sie langsam zerlaufen – sie sollte jedoch nicht braun werden.
Nun gießt man mit einer Kelle etwas Teig in die Pfanne und verteilt ihn durch leichtes Schwenken über den gesamten Pfannenboden. Der Teig sollte sehr dünn verlaufen, damit ein zarter Palatschinken entsteht.
Hier gilt eine einfache Regel:
Je dünner der Teigfilm, desto besser der Pfannkuchen. Aber natürlich darf er auch nicht wässrig sein.
Wie so oft in der Küche gilt: Übung macht den Meister – und die Meisterin.
Der Serviervorschlag für Spargel mit Palatschinken ein Rezept für die Spargelzeit ist auf dem Bild zu sehen: Die fertigen Palatschinken werden zusammen mit gekochtem Spargel und verschiedenen Schinkensorten angerichtet. Der weiße Spargel wird zuvor ganz klassisch in leicht gesalzenem Wasser gekocht.
So entsteht ein einfaches, aber raffiniertes Spargelgericht mit Pfannkuchen und Schinken – perfekt für die Spargelzeit.
UND als Nachspeise Eierkuchen mit Erdbeeren und Vanilleeis.
INFOBOX zu Spargel mit Palatschinken
Palatschinken – der mitteleuropäische Verwandte des Crêpe
Palatschinken sind eine traditionelle Pfannkuchenspezialität aus Mittel- und Osteuropa. Besonders in Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei gehören sie seit Jahrhunderten zur Alltagsküche. Im Grunde handelt es sich um sehr dünne Eierkuchen, die stark an französische Crêpes erinnern, jedoch meist etwas weicher und elastischer sind.
Der Name Palatschinken stammt vermutlich vom lateinischen placenta – einem flachen Kuchen – und wanderte über das ungarische Wort palacsinta in die österreichische und süddeutsche Küchensprache ein. Damit sind Palatschinken gewissermaßen ein kulinarisches Sprachdenkmal der alten Donaumonarchie.
Klassisch werden Palatschinken süß serviert, etwa mit Marmelade, Quark oder Nüssen. Doch ebenso verbreitet sind herzhafte Palatschinken, etwa mit Gemüse, Fleisch oder – wie in diesem Rezept – mit weißem Spargel und Schinken.
Gerade zur Spargelzeit eignen sich Palatschinken hervorragend als Begleiter. Ihr zarter Teig nimmt Saucen und Aromen gut auf und bildet eine elegante Alternative zu Kartoffeln oder klassischem Pfannkuchen.
So verbinden Palatschinken mit Spargel gleich mehrere europäische Küchentraditionen: die französische Crêpe-Kultur, die österreichisch-ungarische Pfannkuchenküche und die deutsche Liebe zum Spargel.











