Fenchel einfach zubereiten – mit Parmesan überbacken
Fenchel einfach zubereiten – dann fängt der Sommer richtig gut an.
Jedenfalls auf dem Teller. Viel braucht es dafür nicht: eine ordentliche Fenchelknolle, Zitrone, Olivenöl und Parmesan. Dazu ein warmes Baguette oder ein paar Scheiben luftgetrockneter Schinken. Mehr muss ein leichtes Essen gelegentlich gar nicht leisten.
Fenchel hat ja nicht nur Geschmack, sondern auch Haltung. Sein kräftiges Aroma mit der leichten Anisnote lässt sich nicht übersehen – oder besser gesagt: nicht überriechen. Wer Fenchel mag, wird dieses einfache Rezept lieben. Wer ihn bisher nicht mochte, sollte der Knolle noch eine Gelegenheit geben. Parmesan und Zitrone können schließlich einiges bewirken.
Zutaten für zwei Personen
- 2 mittelgroße Fenchelknollen
- ½ Zitrone
- 2 bis 3 Esslöffel Olivenöl
- etwa 50 Gramm Parmesan
- Salz
- frisch gemahlener Pfeffer
- nach Belieben etwas Baguette
- wahlweise luftgetrockneter Schinken oder ein Steak als Beilage
Fenchel einfach zubereiten: putzen und vorbereiten
Zunächst die Fenchelknollen gründlich waschen. Das zarte grüne Kraut abschneiden und beiseitelegen. Es wird später noch gebraucht und sollte keinesfalls im Abfall verschwinden. Schließlich ist es nett anzusehen und schmeichelt darüber hinaus Zunge und Gaumen.
Trockene Stielenden sowie braune oder unansehnliche Stellen entfernen. Anschließend die Knollen der Länge nach halbieren. Den Strunk können Sie keilförmig herausschneiden. Lassen Sie aber noch genug davon stehen, damit die Fenchelhälften beim Kochen nicht in ihre Einzelteile zerfallen.
Wie lange muss Fenchel kochen?
Die Fenchelhälften kommen nun für etwa 8 bis 10 Minuten in siedendes Salzwasser. Die genaue Kochzeit ist vom persönlichen Verhältnis zur Bissfestigkeit abhängig. Zu schlabberig schmecken mir die Dinger nicht. Dann ist nicht nur die Haltung dahin, sondern ein Teil des Aromas gleich mit.
Prüfen Sie nach acht Minuten mit einem kleinen Messer, wie weit der Fenchel ist. Er sollte bereits weich werden, aber noch deutlich Widerstand leisten. Im Backofen gart er schließlich weiter.
Fenchel mit Parmesan überbacken
Den Backofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze oder 160 Grad Umluft vorheizen.
Die vorgekochten Fenchelhälften aus dem Wasser nehmen und gut abtropfen lassen. Danach mit der Schnittfläche nach oben in eine leicht geölte, feuerfeste Form legen.
Reichlich Zitronensaft darübergeben und den Fenchel mit Olivenöl beträufeln. Bei mir dürfen es gern viele Tropfen sein. Etwas Pfeffer darübermahlen und beim Salz Zurückhaltung üben – Parmesan bringt selbst schon genügend Würze mit.
Den Parmesan in dünne Scheiben hobeln oder grob reiben und großzügig auf den Fenchelhälften verteilen. Die Form anschließend in den vorgeheizten Backofen schieben.
Nach ungefähr 20 Minuten sollte der Parmesan geschmolzen und leicht gebräunt sein. Wer eine kräftigere Kruste wünscht, schaltet für die letzten zwei oder drei Minuten die Grillfunktion ein. Dabei jedoch in der Nähe bleiben. Zwischen goldbraun und verkohlt liegen mitunter nur wenige Augenblicke.
Vor dem Servieren das beiseitegelegte Fenchelgrün darüberstreuen. So sieht die Sache gleich sommerlicher aus.
Was passt zu überbackenem Fenchel?
Warmes Baguette passt ganz ausgezeichnet dazu. Es nimmt das würzige Olivenöl, den Zitronensaft und den geschmolzenen Parmesan auf. Bekanntlich sollte man gute Dinge nicht auf dem Teller zurücklassen.
Auch luftgetrockneter Schinken macht sich neben dem mit Parmesan überbackenen Fenchel prächtig. Genau diese Variante ist auf der Abbildung zu sehen.
Soll das Gericht kräftiger und kohlenhydratärmer werden, ersetzen Sie das Baguette durch ein gebratenes Steak. Vollkommen kohlenhydratfrei wird das Essen dadurch zwar nicht, aber durchaus Low Carb.
Als Wein darf es ein kräftiger Gewürztraminer sein. Ein allzu zarter Wein würde vom eigenwilligen Aroma des Fenchels schlicht übertönt werden – und das wäre schade um den Wein.
Ein Essen, das in Erinnerung bleibt also Fenchel einfach zubereiten
Wenn auch manche Erinnerungen leidlich sind, haben Speisen, deren man gedenkt, dies nicht unbedingt an sich. Selbst ein mieses Essen, ein übler Fraß, lässt einen später gelegentlich lächeln. Man muss der Welt deshalb nicht gleich gram sein.
Unsere vielfältigen Sinne machen es schließlich möglich, gewisse Irrtümer zu umgehen. Manches, das man erriechen muss, braucht der geruchsgebildete Mensch nicht auch noch zu essen – außer Nierchen vielleicht.
Fenchel hingegen riecht bereits nach Sommer. Da kann nicht viel falsch gemacht werden. Es sei denn, die Knolle ist außen schleimig. Dann ist zur Abwechslung nicht der Geruchs-, sondern der Tastsinn gefragt.
Fenchel einfach zubereiten – mehr braucht es nicht
Fenchel kurz vorkochen, mit Zitrone und Olivenöl beträufeln, Parmesan darauf und ab in den Ofen. Nach etwa 30 Minuten Koch- und Backzeit ist das Mahl bereitet.
Ein einfaches Fenchelrezept, das als vegetarisches Hauptgericht, leichte Vorspeise oder mediterrane Beilage funktioniert. Und mit Schinken, Steak oder Baguette lässt es sich den jeweiligen Bedürfnissen anpassen. So einfach kann Fenchel sein.
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INFOBOX: Wie gesund ist Fenchel?
Fenchel ist kalorienarm und liefert Ballaststoffe sowie verschiedene Vitamine und Mineralstoffe. Dazu gehören unter anderem Vitamin C, Folsäure, Kalium und Magnesium. Das Bundeszentrum für Ernährung weist außerdem auf die ätherischen Öle der Fenchelknolle hin.
Ballaststoffe sind Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung und unterstützen die normale Darmtätigkeit. Vitamin C trägt unter anderem zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei. Kalium wiederum spielt eine Rolle für die Funktion der Muskeln und des Nervensystems.
Das typische Fenchelaroma stammt vor allem von seinen ätherischen Ölen. Fenchel wird traditionell bei Verdauungsbeschwerden verwendet. Daraus sollte man jedoch kein Heilversprechen machen. Als Gemüse ist er zunächst einmal genau das: ein aromatisches, vielseitiges und nährstoffreiches Lebensmittel.












