Crostini alla Toscana – Hühnerlebercreme und Olivenpaste für einen italienischen Abend
Manchmal beginnt ein guter Abend nicht mit einem großen Braten und auch nicht mit einem aufwendigen Menü. Manchmal genügt eine Scheibe geröstetes Weißbrot. Knusprig muss sie sein. Dazu ein Glas Rotwein. Und ein kleiner Happen, der den Appetit weckt.
Crostini alla Toscana – Hühnerlebercreme und Olivenpaste für einen italienischen Abend
Manchmal beginnt ein guter Abend nicht mit einem großen Braten und auch nicht mit einem aufwendigen Menü. Manchmal genügt eine Scheibe geröstetes Weißbrot. Knusprig muss sie sein. Dazu ein Glas Rotwein. Und ein kleiner Happen, der den Appetit weckt.
Genau dafür wurden die Crostini alla Toscana erfunden. Diese einfachen gerösteten Brotscheiben gehören seit Jahrhunderten zur italienischen Küche. In den Tavernen der Toskana stehen sie oft schon auf dem Tisch, bevor die eigentliche Mahlzeit beginnt. Sie öffnen die Geschmacksknospen, machen Lust auf mehr und sorgen dafür, dass der erste Schluck Wein gleich doppelt so gut schmeckt.
Bei dieser Variante treffen sogar zwei Klassiker aufeinander: eine würzige Hühnerlebercreme nach toskanischer Art und eine kräftige Olivenpaste, auch Tapenade genannt.
Crostini mit Hühnerlebercreme – ein Klassiker der Toskana
Wer in Florenz oder Siena unterwegs ist, begegnet früher oder später den berühmten Crostini mit Lebercreme. Die Grundlage bildet Hühnerleber, die über Nacht in Rotwein mariniert wird.
Gemeinsam mit fein gewürfelter Zwiebel, Staudensellerie und Möhren entsteht daraus eine aromatische Grundlage. Das Gemüse wird sanft angeschwitzt, die Leber hinzugegeben und anschließend mit dem Rotweinsud aufgegossen. Tomatenmark sorgt für Tiefe, Zitronenschale und Petersilie für Frische.
Nach kurzer Kochzeit wird alles zu einer feinen Hühnerlebercreme püriert.
Das Ergebnis ist kräftig, würzig und erstaunlich elegant. Die feinen Kräuter, der Rotwein und die leichte Säure machen diese Hühnerlebercreme zu weit mehr als einem einfachen Brotaufstrich.
Für 6 Personen als Vorspeise oder Aperitif reichen etwa 18–24 Crostini. Die Mengen aus Ihrem ursprünglichen Rezept passen dafür bereits sehr gut. Ich würde die Zutatenliste so formulieren:
Zutaten für 6 Personen
Für die Hühnerlebercreme
- 200 g frische Hühnerleber
- 125 ml trockener Rotwein
- 1 kleine Zwiebel
- 1 Stange Staudensellerie
- 1 kleine Möhre
- 2 EL Olivenöl
- 2 EL Butter
- 2 EL Tomatenmark
- 1 EL Kapern
- 1 Lorbeerblatt
- ½ TL Wacholderbeeren
- 1 EL Zitronensaft
- 1 TL fein abgeriebene Zitronenschale
- 2 EL gehackte glatte Petersilie
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Für die Crostini
- 1 Baguette oder 2 schmale Weißbrote
- etwas Olivenöl zum Beträufeln der Brotscheiben
Zubereitung der Hühnerlebercreme für die Crostini
Die geputzte Hühnerleber zusammen mit Lorbeerblatt und Wacholderbeeren in eine Schüssel geben. Mit dem Rotwein übergießen und über Nacht marinieren.
Am nächsten Tag Zwiebel, Sellerie und Möhre sehr fein würfeln. Olivenöl und einen Esslöffel Butter in einer Pfanne erhitzen und das Gemüse darin sanft andünsten.
Die Leber aus der Marinade nehmen, trocken tupfen und zum Gemüse geben. Einige Minuten anbraten. Anschließend mit der Marinade ablöschen, Tomatenmark einrühren und etwa zehn Minuten sanft köcheln lassen.
Lorbeerblatt entfernen. Kapern, Zitronensaft, Zitronenschale und Petersilie hinzufügen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Die Masse leicht abkühlen lassen und anschließend mit dem Mixer oder Pürierstab zu einer feinen Creme verarbeiten.
Die Brotscheiben rösten, noch warm mit der Hühnerlebercreme bestreichen und servieren.
Crostini mit Olivenpaste – die französisch-mediterrane ART
Wer es etwas leichter und mediterraner mag, greift zur zweiten Variante.
Schwarze Oliven, Sardellen, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salbei und etwas Chili werden gemeinsam püriert. Langsam eingearbeitetes Olivenöl verbindet die Zutaten zu einer geschmeidigen Paste.
Der Fachbegriff für diese Zubereitung lautet Tapenade, auch wenn die Ursprünge eher in Südfrankreich liegen. Geschmacklich passt sie jedoch hervorragend zu den italienischen Crostini.
Für die Olivenpaste (Tapenade)
- 150 g schwarze Oliven, entsteint
- 2–4 Sardellenfilets
- 1 kleine getrocknete Chilischote
- 4 Knoblauchzehen
- 1 TL Zitronensaft
- 1 TL frisch gehackter Rosmarin
- 1 TL frisch gehackter Thymian
- 6 frische Salbeiblätter
- 4–6 EL hochwertiges Olivenöl
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Für die Crostini
- 1 Baguette oder 2 schmale Weißbrote
- etwas Olivenöl zum Beträufeln der Brotscheiben
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Die Kombination aus Oliven, Kräutern und Sardellen bringt die Aromen des Mittelmeers direkt auf das Brot. Würzig, salzig und intensiv – genau das Richtige für einen kräftigen Rotwein.
Zubereitung der Olivenpaste (Tapenade)
Die Sardellenfilets kurz abspülen, trocken tupfen und fein schneiden. Die Chilischote entkernen und ebenfalls klein hacken.
Oliven, Sardellen, Chili, Knoblauch, Rosmarin, Thymian, Salbei und Zitronensaft in einen Mixer oder ein hohes Gefäß geben. Die Zutaten grob zerkleinern.
Nun langsam das Olivenöl hinzufügen und weiter pürieren, bis eine geschmeidige, streichfähige Paste entsteht. Die Konsistenz darf durchaus etwas rustikal bleiben. Gerade das macht den Charakter einer guten Tapenade aus.
Mit frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Salz ist in der Regel nicht erforderlich, da Oliven und Sardellen bereits genügend Würze mitbringen.
Das Baguette in dünne Scheiben schneiden und leicht anrösten. Noch warm mit der Olivenpaste bestreichen und servieren.
Tapenade – ein Stück Mittelmeer auf Brot
Die Tapenade stammt ursprünglich aus der Provence und gehört zu den großen Klassikern der südfranzösischen Küche. Ihren Namen verdankt sie den Kapern, die im Provenzalischen „tapenas“ heißen. Zahlreiche regionale Varianten verzichten heute jedoch auf Kapern oder setzen eigene Akzente mit Kräutern und Knoblauch.
Auf geröstetem Weißbrot serviert, verbindet diese Olivenpaste die Kraft schwarzer Oliven mit den Düften von Rosmarin, Thymian und Salbei. Zusammen mit einem Glas Rotwein oder einem kühlen Rosé entsteht daraus eine Vorspeise, die sofort Erinnerungen an Urlaubstage zwischen Toskana, Provence und Mittelmeer weckt.
Tipp: Die Tapenade lässt sich hervorragend bereits am Vortag zubereiten. Nach einigen Stunden im Kühlschrank verbinden sich die Kräuter- und Olivenaromen noch intensiver und die Paste gewinnt deutlich an Geschmack.
Das Brot ist wichtiger als man denkt und macht die Crostini alla Toscana erst zum Genuss.
Viele konzentrieren sich auf den Belag und vergessen das Fundament.
Für echte Crostini sollte ein helles Weißbrot oder Baguette verwendet werden. Die Scheiben werden leicht angeröstet, bis sie außen knusprig und innen noch etwas weich sind.
Erst dann kommen Hühnerlebercreme oder Olivenpaste darauf.
Mehr braucht es nicht für unsere Crostini alla Toscana.
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Die perfekte Vorspeise für Gäste
Der große Vorteil dieser toskanischen Vorspeise Crostini alla Toscana liegt in ihrer Vorbereitung. Beide Pasten können bereits am Vortag hergestellt werden und gewinnen sogar noch an Aroma.
Kurz vor dem Servieren müssen lediglich die Brotscheiben geröstet werden.
So entstehen mit wenig Aufwand etwa dreißig kleine Häppchen, die sich hervorragend für einen italienischen Abend, ein Buffet oder einen entspannten Aperitif eignen.
Zwei Aufstriche. Zwei völlig unterschiedliche Charaktere. Ergibt geniale Crostini alla Toscana.
Die Hühnerlebercreme überzeugt mit Tiefe und Wärme. Die Olivenpaste bringt Würze und mediterrane Frische.
Gemeinsam zeigen sie, warum die italienische Küche oft gerade dann am besten ist, wenn sie einfach bleibt.
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