Baumarktbratwurst in Leipzig war fast gut

Der Bratwurstsommelier schmeckt jede Nuance.

Baumarktbratwurst in Leipzig war fast gut aber gehörte nicht zur absoluten Spitzenklasse. Das ist vielleicht mäklig, aber ehrlich. Ich erfrage natürlich, denn Sorgfalt gehört zum Beruf des Bratwurstbudenforschers, von den VerkäuferInnen die Wurstlieferanten. Meist tut man dies bereitwillig, wie auch hier an der etwas abseitsstehenden Bratwurstbude am Hornbach im Norden von Leipzig.

Die Baumarktbratwurst in Leipzig war fast gut - Note Viereinhalb
Baumarktbratwurst in Leipzig war fast gut

Die hiesige Bratwurst war von einem größeren Hersteller und ein wenig fest in der Konsistenz. Auch die Würze nicht so wie bei kleinen Thüringer Fleischern.

Preis-Leistung aber sehr gut. Bedienung ausgesprochen nett. Deshalb viereinhalb Punkte von fünf. Es gibt sie. Ich kenne sie. Und sie sind unmenschlich. Baumärkte ohne Bratwurstbuden. An diesem Leipziger Hornbach gibt es gleich zwei und noch, ein wenig versteckt, eine richtige Imbissbude zum drinnen sitzen und so.

Und das ist gut so. Denn Jungs, und die gehen ja in Baumärkte, benötigen Bratwürste.

 

Eine Käsekrakauer ist eine Bratwurst mit Käse im Brät. Gut gegrillt sehr saftig.
Käsekrakauer

Nachdem ich in der Innenstadt von Leipzig in letzter Zeit nicht die besten Bratwurst-Erfahrungen gemacht habe – siehe mein Bericht „Der Untergang der Bratwurst“. -testete ich zum wiederholten Mal die Bratwurst vom Imbissstand am Hornbach Baumarkt Leipzig. Ich meine die Bratwurstbude am Rand der Zufahrtsstraße und nicht den, wo Mario Kotaska seine Massenwurst verkauft.

Jedoch ist in der Innenstadt nicht unbedingt die Bratwurst das Problem, sondern der unsachgemäße Umgang mit ihr. Auch Bratwurstgrillen will gelernt sein.

Die Käsekrakauer, welche ich am Hornbach testete, war saftig. Aber nicht mein Fall. Ich komme mit dem Geschmack nicht zurecht. Käse und Bratwurst passt für mich nicht. Also Geschmackssache. Gut gegrillt war sie. Durchgehend heiß und nicht geplatzt. Weder angebrannt noch ausgedörrt.

Ursprünglich stammt die Käsekrakauer aus Österreich.

Sie wird dort Käsekrainer genannt. Es ist ein Österreicher Produkt, dachte ich. Lese jedoch, dass die geografische Bezeichnung Krainer auf den Ort Krain im heutigen Slowenien zurückgeht, welches früher „Altösterreich“ war. Nach dem es Verhandlungen zwischen Österreich und Slowenien gegeben hat, darf die Krainer auch in Österreich weiterhin Krainer Wurst genannt werden. Es geht hier also ganz ernsthaft um die Wurst. Denn die Herstellung der Krainer Wurst wurde am 20. Dezember 2012 in die Liste des immateriellen Kulturerbes Sloweniens aufgenommen.

Schreibe einen Kommentar