Mario Kotaska trifft an der Wurst vorbei

Lasst es doch einfach sein!

Mario Kotaska trifft an der Wurst vorbei, weil er die große Kohle damit machen will. Ein jungdynamischer Sternekoch mischt sich in die Wurstkultur ein und will damit eine amerikanische Idee auf die deutsche Wurstkultur übertragen. Jedoch begreift er nicht, dass Masse nicht gleich Klasse ist. Imbissbuden und Bratwurststände – Bratwurstbuden sind aber ein Thema für sich.

Dies geht natürlich nicht ohne Gemunkel – Betrug will ich ja nicht gleich schreiben, denn solche Menschen haben meist gute Anwälte.

Freilich lässt sich über Geschmack streiten. Ich fand die Wurst ziemlich fad. Aber die Verpackung der Wurst, welche mir der Verkäufer auf Nachfrage zeiget, war dann schon vielsagend. Und natürlich sind in einer Bratwurst nicht 80 % Schweinefleisch enthalten. Denn dieser Begriff suggeriert Muskelfleisch. Ohne Speck läuft gar nichts. Schweinebauch bringt der Masse erst die Saftigkeit, auch wenn man nicht gerne darüber spricht. Ach!

Die berühmten E-Klassifizierungen auf der Verpackung machen mich nicht an.

Natürlich kommt eine solche Wurst aus der Massenproduktion. Man bekommt die Produkte dieses Fleischbetriebs zum Beispiel bei PENNY, REWE. Le Bufett an der Autobahn und selbst in der Commerzbank-Arena aufgetischt. Köln ist zwar nicht die absolute Wurstdiaspora, gilt aber eben auch nicht als die Wursthochburg Deutschlands. Marios Wurst kommt aus Hürth bei Köln. Die Kölner Mett mag ich sehr und nehme auch immer eine zu mir, wenn ich auf dem Kölner Hauptbahnhof mit oder ohne Verspätung aufschlage oder einfahre.

Mario Kotaska`s Wurst ist nicht gut
Mario Kotaska`s Wurst ist nicht gut - so ist das

Mario Kotaska trifft an der Wurst vorbei, weil er sich nicht mit ihrer Tradition beschäftigt hat.

Wieso sucht er, um Gottes Willen, nicht jemanden in Franken, Thüringen oder Sachsen der ihm Hilft eine Wurst zusammenzubasteln die dann auch einigermaßen schmeckt.

Mit anderen Worten, die Wurst von Mario Kotaska bei der Franchaiskette „grillbar“ am Hornbach in Leipzig Nord war enttäuschend und eigentlich „ungrillbar“.

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