Getreidesalat umbrische Art
Getreidesalat umbrische Art – Sommer aus Umbrien auf dem Teller
Es war einer dieser heißen Sommertage in Umbrien. Die Luft flimmerte, die Zikaden gaben ihr Bestes und ich stand in einem kleinen Alimentari irgendwo nahe Assisi. Zwischen Käse, Schinken und eingelegtem Gemüse entdeckte ich ihn: Getreidesalat umbrische Art.
Ein unscheinbarer Salat. Keine große Show. Kein Firlefanz. Ich kaufte ihn, setzte mich in den Schatten und war nach wenigen Gabeln überzeugt: Warum um alles in der Welt ist diese wunderbare Art, Getreide zuzubereiten bei uns beinahe in Vergessenheit geraten?
Die einfache Küche Umbriens
Der Italiener macht es sich beim Essen oft erstaunlich einfach. Natürlich nicht immer. Die Umbrer verstehen schließlich auch etwas von herzhaftem Schweinefleisch. Salami, Lonza, Capocollo, Salsiccia oder Mezzafegato gehören ebenso zur Region wie Trüffel und Olivenöl.
An heißen Sommertagen jedoch darf es ruhig leichter sein. Genau dann schlägt die Stunde dieses mediterranen Getreidesalats.
Das Besondere ist nicht irgendein exotisches Gewürz, sondern das Getreide selbst. In Umbrien verwendet man häufig Dinkel oder Weizenkörner, die nach dem Quellen wunderbar bissfest bleiben. Sie erinnern ein wenig an Graupen – schmecken aber deutlich feiner und nussiger.
Zutaten für 4 Personen
- 250 g Dinkel- oder Weizenkörner
- 200 g Kirschtomaten
- 1 kleine Zucchini
- 1 Schalotte
- 2–3 Knoblauchzehen
- 1 Bund frisches Basilikum
- 150 g Nordseekrabben (optional)
- 5 EL hochwertiges Olivenöl
- 2 EL Balsamico
- Meersalz
- frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
- optional: frischer Sommertrüffel oder gehobelter Pecorino
So gelingt der Getreidesalat
Die Körner werden zunächst über Nacht in reichlich Wasser eingeweicht. Am nächsten Tag lässt man sie etwa zwanzig Minuten sanft köcheln und anschließend ungefähr vierzig Minuten im Kochwasser nachziehen.
Danach kommen sie in ein Sieb und dürfen vollständig ausdampfen. Ich stelle das gekochte Getreide anschließend sogar noch für einige Zeit in den Kühlschrank. Es bleibt locker, körnig und überhaupt nicht klebrig.
Nun beginnt der angenehme Teil.
Eine Schalotte und zwei bis drei Knoblauchzehen werden fein gewürfelt. Für die Vinaigrette verrührt man ein gutes Olivenöl – möglichst aus Umbrien –, etwas Balsamico, Meersalz und frisch gemahlenen Pfeffer.
Dazu kommen geviertelte Kirschtomaten, klein gewürfelte Zucchini und reichlich frisches Basilikum.
Ich habe außerdem Nordseekrabben untergehoben. Zugegeben – geografisch passt das ungefähr so gut wie ein Elch auf Sizilien. Geschmacklich jedoch funktioniert die Kombination ausgezeichnet. Wer den Salat vegetarisch genießen möchte, lässt sie einfach weg oder ergänzt stattdessen etwas Mozzarella oder gehobelten Pecorino.
Zum Schluss nochmals mit Salz, Pfeffer und einem kleinen Schuss Olivenöl abschmecken.
Mehr braucht es nicht.
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Mediterraner Genuss mit vielen Variationen
Der Getreidesalat umbrische Art eignet sich hervorragend als leichtes Mittagessen, als Vorspeise oder als Beilage zu gegrilltem Fisch und Fleisch. Er lässt sich wunderbar vorbereiten und gewinnt sogar noch an Geschmack, wenn er einige Stunden durchziehen darf.
Wer mag, ergänzt schwarze Oliven, geröstete Pinienkerne oder – ganz umbrisch – ein paar feine Scheiben frischen Sommertrüffels. Dann wird aus einem einfachen Salat beinahe schon ein Festessen.
Manchmal sind es eben gerade die einfachen Gerichte, die einem noch Jahre später in Erinnerung bleiben. Dieser Salat gehört für mich ganz sicher dazu.
Rezept: Mediterrane Küche, italienische Küche, fast vegetarisch, sommerlich.
Hier findet ihr viele mediterrane Rezepte.











