Lachssteak mit Krabbensoße und Nudeln
ÜBER DEN AUTOR: THOMAS GATZEMEIER
Eine feine Krabbensoße mit Sahne, Tomaten und Basilikum macht aus Lachs und Nudeln ein kleines Festessen
Gut kochen geht auch ohne großes Theater. Für diese Krabbensoße zu Fisch und Nudeln braucht es gute Zutaten, ein wenig Aufmerksamkeit und erfreulich wenig Aufwand.
Die Voraussetzungen sind immer die gleichen: gute Zutaten und ein feines Timing. Besonders beim Fisch. Man kann beim Einkauf großzügig sein und anschließend in der Pfanne alles verderben. Das wäre schade um den Lachs. Und um das Geld natürlich auch.
Die Krabbensoße lässt sich vorbereiten, während das Nudelwasser heiß wird. Anschließend kommt der Lachs in die Pfanne. Dafür braucht man weder eine Brigade von Küchengehilfen noch einen freien Nachmittag. Allerdings sollte man während des Bratens nicht gerade anfangen, den Keller aufzuräumen.
Frischer Lachs oder tiefgekühlter Fisch?
Wer beim Fischhändler ein schönes Stück frischen Lachs findet, kann zugreifen. Gute Tiefkühlware eignet sich ebenfalls. Sie verlangt lediglich etwas Planung.
Den gefrorenen Lachs nach den Hinweisen auf der Verpackung auspacken und in einem abgedeckten Gefäß im Kühlschrank langsam auftauen lassen, am besten über Nacht. Die Auftauflüssigkeit anschließend weggießen. Der Küchentisch ist für diese Übernachtung die falsche Adresse. www.bfr.bund.de
Die Auftaufunktion der Mikrowelle lasse ich bei einem schönen Stück Fisch lieber aus dem Spiel. Bei ungleichmäßiger Erwärmung können die dünnen Stellen bereits garen, während die Mitte noch gefroren ist. Dann beginnt die Schwierigkeit schon vor dem eigentlichen Kochen.
Krabbensoße zu Fisch: mit Sahne und Tomaten
Für die Krabbensoße schneide ich das Weiße der Frühlingszwiebeln in feine Scheiben und dünste es in etwas Olivenöl an. Sanft, versteht sich. Die Zwiebeln sollen glasig werden und keine Bräunungsprüfung ablegen.
Dann kommen die geviertelten kleinen Tomaten dazu. Kurz mitdünsten, etwas Sahne angießen und alles leise köcheln lassen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die Tomaten dürfen weich werden, müssen sich aber nicht vollständig auflösen.
So entsteht eine einfache Krabbensoße mit Sahne, die zu gebratenem Fisch ebenso gut passt wie zu Nudeln. Ganz ohne Mehlschwitze und ohne einen halben Gewürzschrank.
Krabbensoße zu Fisch: mit Sahne und Tomaten
Für die Krabbensoße schneide ich das Weiße der Frühlingszwiebeln in feine Scheiben und dünste es in etwas Olivenöl an. Sanft, versteht sich. Die Zwiebeln sollen glasig werden und keine Bräunungsprüfung ablegen.
Dann kommen die geviertelten kleinen Tomaten dazu. Kurz mitdünsten, etwas Sahne angießen und alles leise köcheln lassen. Mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Die Tomaten dürfen weich werden, müssen sich aber nicht vollständig auflösen.
So entsteht eine einfache Krabbensoße mit Sahne, die zu gebratenem Fisch ebenso gut passt wie zu Nudeln. Ganz ohne Mehlschwitze und ohne einen halben Gewürzschrank.
Die bereits gegarten, geschälten Krabben gebe ich erst hinein, wenn Lachs und Nudeln beinahe fertig sind. Sie werden in der heißen Soße wenige Minuten erwärmt.
Langes, sprudelndes Kochen bekommt ihrer zarten Konsistenz nicht besonders gut. Rohe Garnelen brauchen dagegen eine vollständige Garung und lassen sich nicht einfach auf dieselbe Weise behandeln.
Basilikum passt sehr gut zu dieser Krabbensoße mit Tomaten. Die Blätter zupfe ich klein und gebe sie kurz vor dem Servieren dazu. Einige dürfen anschließend auf dem Teller liegen. Das Auge möchte schließlich auch beschäftigt werden.
Den Lachs aufmerksam braten
Den frischen oder aufgetauten Lachs mit Küchenpapier sorgfältig trocken tupfen. Leicht salzen und mit etwas Zitronensaft beträufeln.
Olivenöl in einer Pfanne erhitzen und den Fisch bei mittlerer Hitze braten. Ein Lachsfilet mit Haut lege ich zunächst auf die Hautseite und wende es zum Schluss vorsichtig. Ein quer geschnittenes Lachssteak wird dagegen auf seinen beiden Schnittflächen gebraten.
Je nach Dicke können etwa drei bis fünf Minuten pro Seite als Orientierung dienen. Eine Garantie ist das nicht. Ein dünnes Stück ist schneller fertig als ein stattliches Steak. Auch die Pfanne und ihre Temperatur haben ein Wort mitzureden.
Die rosa Farbe allein verrät nicht, ob der Fisch ausreichend gegart ist. Auch der Vergleich mit dem Handballen ist eher Küchengefühl als verlässliche Kontrolle. Mit einem Küchenthermometer lässt sich genauer prüfen: Das Bundesinstitut für Risikobewertung empfiehlt für rohe tierische Lebensmittel mindestens 70 Grad für zwei Minuten an allen Stellen. Ist der Fisch ausreichend gegart, muss er nicht vorsichtshalber noch weiter in der Pfanne liegen.
Welche Nudeln passen zur Krabbensoße?
Ich nehme gern breite Bandnudeln. Sie nehmen die sahnige Soße gut auf, und zwischen ihren Windungen finden auch die kleinen Krabben einen Platz. Spaghetti oder kurze Nudeln funktionieren ebenfalls. Man muss wegen einer anderen Nudelform nicht das ganze Gericht absagen.
Die Nudeln während der Zubereitung in Salzwasser bissfest kochen. Vor dem Abgießen etwas Nudelwasser zurückbehalten. Sollte die Krabbensoße zu dick geworden sein, lässt sie sich damit schluckweise geschmeidiger machen.
Nun die Nudeln auf dem Teller anrichten, den Lachs dazulegen und die Soße darüber oder daneben verteilen. Etwas Basilikum und eine Zitronenscheibe dazu. Fertig ist das kleine Festessen.
Wozu passt Krabbensoße noch?
Diese Krabbensoße zu Fisch ist keineswegs auf Lachs festgelegt. Sie passt auch zu gebratenem Kabeljau, Scholle oder Saibling. Gerade ein schlicht zubereiteter Fisch verträgt die Verbindung aus Sahne, Tomaten und Krabben sehr gut.
Ebenso lässt sie sich direkt mit Bandnudeln servieren. Ein zusätzliches Fischstück ist dafür nicht erforderlich. Die Krabben bringen schließlich schon einiges mit.
Auch Reis oder kleine Salzkartoffeln passen dazu. Die Beilage darf ruhig schlicht bleiben. Wenn die Soße etwas zu erzählen hat, müssen nicht alle anderen Zutaten gleichzeitig dazwischenreden.
Wer die Krabbensoße weniger gehaltvoll mag, verwendet etwas weniger Sahne und ergänzt nach Bedarf ungesalzenen Fischfond oder ein wenig Nudelwasser. Dabei nach und nach zugießen, damit aus der Soße keine Suppe wird.
Gut kochen ist ohne großen Aufwand möglich. Man muss nur gelegentlich zur rechten Zeit am Herd stehen.
INFOBOX
Lachs, Krabben und Ernährung: ein kleiner Blick über den Tellerrand
Lachs liefert hochwertiges Eiweiß und gehört zu den fettreichen Fischen, die langkettige Omega-3-Fettsäuren enthalten. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt gesunden Erwachsenen, ein- bis zweimal pro Woche Fisch zu essen, möglichst aus nachhaltigen Quellen. Nachzulesen unter „Fisch jede Woche“ bei der DGE. Einen täglichen Lachsauftrag muss man daraus allerdings nicht machen. www.dge.de
Wie Fisch und Meeresfrüchte zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen und worauf beim Einkauf zu achten ist, erklärt das Bundeszentrum für Ernährung unter „Gesundheit und Umwelt“. Denn neben dem Geschmack zählen Herkunft und Erzeugung. „Lachs“ auf dem Schild beantwortet noch nicht alle Fragen. www.bzfe.de
Bei den Krabben beginnt die Verwirrung schon beim Namen. Die bekannten Nordseekrabben sind zoologisch Garnelen. In der Küche hat sich „Krabben“ dennoch eingebürgert. Eine verständliche Erklärung bietet die Warenkunde zu Garnelen, Krabben und Shrimps bei der Stiftung Warentest. Die kleinen Tiere können nichts für dieses begriffliche Durcheinander. Sie schmecken trotzdem. www.test.de
Wer anschließend weiter durch meine Fischküche streifen möchte, findet auch einen Saibling auf Rosmarinkartoffeln und eine Lachscreme an Salat der eigenen Wahl. Man muss schließlich nicht jeden Fisch in dieselbe Soße setzen.











