Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst
So sieht die einfache Küche aus. Sie macht glücklich, weil sie nicht erst lange erklären muss, was sie sein möchte. Und richtig schön deftig wird es mit einem Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst.
Ein solcher Eintopf braucht weder exotische Gewürze noch Zutaten, für die man zunächst die halbe Stadt durchqueren muss. Kartoffeln, Möhren, Staudensellerie und Linsen bilden die Grundlage. Dazu eine kräftige Gemüsebrühe, reichlich Majoran und natürlich die Blutwurst. Mehr braucht es kaum für ein Essen, das wärmt, satt macht und verdächtig nach Großmutters Küche schmeckt.
Zutaten für den Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst
Für etwa vier Portionen benötigen Sie:
- 800 Gramm festkochende oder vorwiegend festkochende Kartoffeln
- 3 Möhren
- 2 bis 3 Stangen Staudensellerie samt Grün
- etwa 150 Gramm braune Linsen
- 1 Liter kräftige Gemüsebrühe
- 1 Teelöffel Kümmelkörner
- 2 bis 3 Pimentkörner
- einige schwarze Pfefferkörner
- reichlich Majoran, möglichst frisch
- 4 dicke Scheiben feste Blutwurst
- etwas Öl oder Butterschmalz zum Braten
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Die Mengen sind selbstverständlich nicht in Stein gemeißelt. Ein Eintopf verzeiht einiges und lebt davon, dass man hineingibt, was gerade da ist.
Kartoffeln, Möhren und Sellerie dürfen grob bleiben
Die Kartoffeln schälen und in ordentliche Stücke schneiden. Nicht zu klein, denn schließlich soll man später noch erkennen können, was man da auf dem Löffel hat. Möhren und Staudensellerie ebenfalls putzen und grob schnippeln.
Das Gemüse kommt in einen ausreichend großen Topf und wird mit der Gemüsebrühe aufgegossen. Nun Majoran, Kümmel, Pfefferkörner und zwei oder drei leicht angedrückte Pimentkörner hinzufügen. Alles langsam zum Kochen bringen und anschließend ungefähr 20 bis 25 Minuten leise köcheln lassen.
Das zarte Grün des Staudenselleries bitte nicht wegwerfen. Fein gehackt kommt es ganz zum Schluss über den Eintopf. Es bringt Frische in die kräftige Angelegenheit und sieht außerdem hübsch aus.
Die Linsen kommen erst später hinzu
Die Linsen hatte ich nebenbei in einem zweiten Topf gekocht. Das ist zwar ein zusätzlicher Topf, verhindert aber, dass sie den Kartoffeleintopf in eine etwas unübersichtliche braune Masse verwandeln.
Je nach Sorte benötigen die Linsen ungefähr 20 bis 30 Minuten. Sie sollten gar sein, aber noch etwas Biss besitzen. Danach werden sie abgegossen und zum bereits aromatisch duftenden Kartoffeleintopf gegeben.
Nun alles vorsichtig vermengen und noch einige Minuten gemeinsam ziehen lassen. Erst dann mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer abschmecken. Wer es besonders würzig mag, gibt noch eine zusätzliche Prise Majoran zu dem Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst.
Welche Blutwurst eignet sich zum Braten?
Was ich Ihnen noch zu raten habe – wenn ich darf: Suchen Sie sich eine möglichst feste Blutwurst. Am besten fragen Sie den Metzger oder Fleischer Ihres Vertrauens ausdrücklich nach einer Blutwurst, die sich zum Braten eignet.
Enthält sie zu viel Fett oder sehr große Speckstücke, kann sie in der Pfanne schnell zerfallen. Geschmacklich ist das zwar kein Unglück, aber der Optik hilft es wenig. Meine Blutwurst auf dem Foto war ebenfalls etwas weicher als gedacht. Man lernt schließlich nie aus, auch nicht beim Wurstbraten.
Die Blutwurst in dicke Scheiben schneiden und in wenig Öl oder Butterschmalz bei mittlerer Hitze anbraten. Wenden Sie die Scheiben möglichst nur einmal und behandeln Sie diese mit der gebotenen Höflichkeit. Sobald beide Seiten eine kräftige, leicht knusprige Kruste bekommen haben, kommen sie direkt auf den angerichteten Eintopf.
Zum Schluss das gehackte Selleriegrün über den Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst streuen. Wer möchte, darf noch etwas frischen Majoran hinzufügen.
Deftiger Eintopf nach Großmutters Art
Der Kartoffeleintopf mit gebratener Blutwurst ist einfach, bodenständig und nahrhaft. Die Kartoffeln und Möhren bringen eine leichte Süße, der Sellerie sorgt für Würze und die Linsen geben dem Gericht zusätzlichen Biss. Darüber liegt die kräftig gebratene Blutwurst – und damit wäre eigentlich alles gesagt.
Wenn Sie das gekocht haben, dann haben Sie etwas Natürliches und Kräftiges auf dem Teller. Kein vornehmes Getue, keine überflüssige Dekoration. Nur ein ehrlicher Eintopf nach Großmutters Art. Und der macht, besonders an einem kalten Tag, erstaunlich zufrieden.
Hier noch einige Rezepte mit BLUTWURST












