Rosenkohlauflauf mit Muskat – eine bewusstseinserweiternde Droge?
Der Drogenbeauftragte wird sofort sagen: Verbieten!
Der Innenminister nickt zustimmend. Ein Rosenkohlauflauf als bewusstseinserweiternde Droge? Das darf nicht sein. Das verstößt vermutlich gegen irgendeine Verordnung, von der noch niemand etwas gehört hat.
Und alles nur wegen einer Muskatnuss.
Oh. Oh.
Denn wer sich einmal näher mit diesem unscheinbaren Gewürz beschäftigt, wird feststellen, dass ihr allerlei wundersame Wirkungen nachgesagt werden. Allerdings müsste man Mengen verzehren, bei denen selbst der mutigste Feinschmecker kapitulieren würde. Wir bleiben also auf der sicheren Seite und verwenden die Muskatnuss dort, wo sie hingehört: in einen guten Rosenkohlauflauf.
Rosenkohl – ungeliebt und zu Unrecht verdächtigt
Rosenkohl hat es nicht leicht. Viele Menschen tragen Kindheitstraumata mit sich herum. Zerkochte grüne Kugeln schwammen einst traurig auf Tellern herum und verbreiteten einen Duft, der selbst den Familienhund misstrauisch machte.
Dabei kann Rosenkohl ausgesprochen köstlich sein.
Wird er schonend gegart und anschließend im Ofen geröstet, entwickelt er ein nussiges Aroma, das hervorragend zu Kartoffeln, Möhren und kräftigem Käse passt. Außerdem enthält er reichlich Vitamin C, Ballaststoffe und allerlei andere gesunde Dinge, die man gerne erwähnt, um das schlechte Gewissen beim Käseverbrauch zu beruhigen.
Das Gemüse sanft behandeln
Zunächst wird der Rosenkohl geputzt. Die Möhren werden in mundgerechte Stücke geschnitten und die Kartoffeln ebenfalls kleingewürfelt.
Alles zusammen kommt für etwa fünfzehn Minuten in den Dampfgarer. Ich besitze da so einen Topf mit Einsatz. Das Dampfgaren ist eine ausgesprochen zärtliche Angelegenheit. Das Gemüse wird gar, bleibt aber standhaft und verwandelt sich nicht in einen traurigen Brei.
Währenddessen wartet bereits eine feuerfeste Auflaufform auf ihren Einsatz. Deren Boden wird großzügig mit Butterflöckchen ausgelegt. Nicht aus Notwendigkeit, sondern weil das Leben manchmal freundlich sein darf.
Die Muskat-Verschwörung
Nach dem Dampfbad wandert das Gemüse in die Form.
Nun wird gesalzen und ordentlich gepfeffert. Anschließend folgt der entscheidende Moment: die Muskatnuss. Nicht zaghaft. Nicht schüchtern.
Rosenkohlauflauf mit Muskat – eine bewusstseinserweiternde Droge? Das klären wir nach dem Genuss.
Für ungefähr ein Kilogramm Gemüse darf es ruhig eine halbe frisch geriebene Muskatnuss sein. Das sorgt nicht für Halluzinationen, wohl aber für Begeisterung am Esstisch.
Danach alles gründlich durchmischen, damit jede Kartoffel, jede Möhre und jeder Rosenkohl etwas von diesem würzigen Zauber abbekommt.
Die Muskat-Verschwörung
Nach dem Dampfbad wandert das Gemüse in die Form.
Nun wird gesalzen und ordentlich gepfeffert. Anschließend folgt der entscheidende Moment: die Muskatnuss. Nicht zaghaft. Nicht schüchtern.
Rosenkohlauflauf mit Muskat – eine bewusstseinserweiternde Droge? Das klären wir nach dem Genuss.
Für ungefähr ein Kilogramm Gemüse darf es ruhig eine halbe frisch geriebene Muskatnuss sein. Das sorgt nicht für Halluzinationen, wohl aber für Begeisterung am Esstisch.
Danach alles gründlich durchmischen, damit jede Kartoffel, jede Möhre und jeder Rosenkohl etwas von diesem würzigen Zauber abbekommt.
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Käse macht vieles besser
Jetzt kommt ein kräftiger Bergkäse ins Spiel. Großzügig über das Gemüse streuen. Wer bei Käse geizt, spart an der falschen Stelle. Anschließend noch ein kleines Schlückchen Brühe in die Form geben.
Die Brühe verhindert, dass der Auflauf austrocknet, während der Käse oben eine goldbraune Kruste bildet, die bereits beim Blick durch die Ofenscheibe Glücksgefühle auslöst.
Ab in den Ofen mit dem Rosenkohlauflauf mit Muskat
Der Rosenkohlauflauf darf nun bei 180 Grad etwa fünfundzwanzig Minuten im Ofen verbringen.
Wenn der Käse gebräunt ist, die Kartoffeln weich sind und die Küche verführerisch nach Muskat, Gemüse und geschmolzenem Bergkäse duftet, ist die Sache erledigt.
Der Innenminister kann sich wieder beruhigen. Der Drogenbeauftragte ebenfalls.
Denn dieser Rosenkohlauflauf erweitert zwar das Bewusstsein, allerdings nur um die Erkenntnis, dass Rosenkohl viel besser ist als sein Ruf.
Rauschmittelgesetz: Muskatnuss beinhalten Myristicin. Dies ist ein MAO-Hemmer der irgendwie, ganz weit drinnen in uns, umgewandelt wird, in, na- Mescalin und Ecstasy.
Schlechte Nachricht: An das Essen müssten fünf Nüsse um eine Wirkung zu erzielen. Aber dann iss es nicht mehr genießbar. Was Nun?
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