Flugente mit Zwetschgen und Portwein
Das reiche Aroma des Spätsommers lässt sich kaum besser einfangen als mit einer Flugente mit Zwetschgen und Portwein.
Wenn die Früchte schwer an den Zweigen hängen und die Luft bereits einen Hauch von Abschied trägt, dann ist genau die Zeit für dieses Gericht.
Die Zwetschgen aus der Ortenau – sonnenverwöhnt, fest im Fleisch und von klarer Süße – bringen jene Tiefe mit, die eine Flugente verlangt. Und die Ente selbst, vom Bauern, gewachsen wie es sich gehört, liefert das Gegenstück: Kraft, Fett, Aroma.
So fügt sich zusammen, was zusammengehört.
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Warum Flugente mit Zwetschgen so gut schmeckt
Süße und Fett – das ist kein Zufall, sondern eine alte, bewährte Verbindung. Die Zwetschge nimmt der Ente die Schwere, während das Entenfett die Frucht trägt und vertieft.
Beim Garen entsteht daraus eine dunkle, fast samtige Verbindung. Besonders dann, wenn – wie hier – Portwein ins Spiel kommt.
Die Flugente im Ofen richtig zubereiten ist kein Hexenwerk
Die Haut der Entenbrust wird rautenförmig eingeschnitten. Nicht aus Spielerei, sondern aus Notwendigkeit. So kann das Fett austreten, die Haut wird knusprig und das Fleisch bleibt flach.
Aber Vorsicht: Nicht ins Fleisch schneiden. Sonst verliert die Brust ihren Saft – und damit ihren Charakter. Anschließend wird die Flugente scharf angebraten, kurz nur, aber entschlossen. Rapsöl genügt, neutral und zuverlässig.
Dann:
- Salz, im Mörser gestoßen
- Pfeffer
- ein Hauch Pfefferoni
Danach das Flugtier fein mit den Gewürzen einmassieren und auf das vorbereitete Zwetschgenbett legen.
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Zwetschgen, Portwein und Kräuter – die Sauce
Die entsteinten Zwetschgen bilden die Grundlage für eine feine Sauce. Denn während des Garens geben sie Saft, Süße und leichte Säure ab.
Im Ofen bei 180 Grad verbinden sich die Aromen:
- Brust ca. 20 Minuten
- mehrfach mit Portwein übergießen
So entsteht eine dichte, aromatische Sauce, die weder süß noch schwer ist, sondern genau dazwischen.
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DIE KLEINE ÜBERRASCHUNG
Der entscheidende Fehler: Oder die Fragen Brust und Keule
Warum? Denn hier liegt der eigentliche Punkt und die Entscheidung, ob das Gericht gelingt.
Ich habe den Fehler selbst begangen – und rate davon ab:
Brust und Keule gleichzeitig garen.
Das funktioniert nicht.
Erstens ist die Brust zu schnell fertig, denn sie ist zart und empfindlich.
Zweitens benötigt die Keule längere Zeit, um gar zu werden.
Demnach bekommt jeder, der beides zusammen in den Ofen schiebt nach den Gesetzen der Logik:
- entweder trockene Brust
- oder zähe Keule
Also: trennen. Oder zeitversetzt arbeiten.
Hier noch ein besonderes Rezept mit Ente: BESONDERE ENTE A LA ORANGE
INFOBOX FLUGENTE
Die Verwendung von Entenfleisch – insbesondere der Flugente – ist in vielen Küchen verbreitet und eröffnet eine Vielzahl an Geschmacksrichtungen und Zubereitungsarten. Gerade eine Flugente mit Zwetschgen zeigt, wie gut sich kräftiges Fleisch mit fruchtiger Süße verbinden lässt.
Geschmack der Flugente
Entenfleisch besitzt ein reiches, intensives Aroma. Es wird häufig als zart, saftig und leicht süßlich beschrieben. Je nach Zubereitung kann sich dieser Charakter deutlich verändern, doch bleibt die typische Tiefe stets erhalten.
Im Vergleich zu Gänsefleisch wirkt Flugente oft etwas feiner und weniger schwer. Besonders die Haut spielt dabei eine entscheidende Rolle: Richtig zubereitet wird sie knusprig und trägt maßgeblich zum Geschmack bei.
Inhaltsstoffe
Flugente ist eine hochwertige Proteinquelle und liefert zahlreiche essentielle Nährstoffe. Dazu zählen insbesondere:
- B-Vitamine (vor allem B12 und Niacin)
- Eisen
- Phosphor
- Zink
- Selen
Neben diesen wertvollen Inhaltsstoffen enthält Entenfleisch auch Fett, wobei der größte Anteil in der Haut sitzt. Entfernt man diese, reduziert sich der Fettgehalt deutlich – allerdings auch ein Teil des Aromas.
Verdauung und Verträglichkeit
Die Verdauung von Entenfleisch verläuft in der Regel problemlos, sofern es sorgfältig und vollständig gegart wird. Dennoch kann das enthaltene Fett – insbesondere bei empfindlichen Personen – eine gewisse Schwere mit sich bringen.
In solchen Fällen empfiehlt es sich:
- die Haut teilweise zu entfernen
- oder auf leichtere Zubereitungsarten wie Grillen oder sanftes Garen zurückzugreifen
Gerade bei einer Flugente mit Zwetschgen aus dem Ofen entsteht jedoch durch die Kombination mit Frucht und Säure oft eine bessere Bekömmlichkeit.
Zubereitungsmöglichkeiten
Flugente lässt sich vielseitig einsetzen:
- Braten
- Schmoren
- Grillen
- oder sogar zur Weiterverwendung von Entenfett
Denn die gewählte Methode beeinflusst sowohl Geschmack als auch Textur erheblich.
Vor allem wichtig bleibt dabei stets:
Entenfleisch sollte vollständig gegart werden, um gesundheitliche Risiken zu vermeiden.











