So sieht der Winter aus. Grünkohl das Wunderkraut
Zutaten für: Grünkohl dass Wunderkraut
Für 4 Personen
- Mindestens 1 Kilo Grünkohl
- Eine große Zwiebel
- Einen halben Liter Gemüsebrühe
- Pimentkörner
- 4 EL Rapsöl möglichst kaltgepresst
Möhren:
- pro Person zwei große Möhren
- Einen Esslöffel Butterschmalz
- Zwiebel, Knoblauch nach Bedarf
- Zwei Esslöffel Kurkuma oder Corcuma
- Gemüsebrühe nach Gefühl
- Salz Pfeffer oder Chili
Grünkohl das Wunderkraut – Gesundes Winteressen mit Tradition
So sieht der Winter aus. Grünkohl das Wunderkraut – ein typisches Winteressen, das jetzt neues Leben eingehaucht bekommt. Viele halten es für das gesündeste Gemüse und feiern es als Super Food im Winter. Ganzes Unrecht haben sie nicht.
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Freilich wirkt die Zubereitungsart dieses Rezeptes etwas antik, um nicht zu sagen überholt.
Trotzdem musste ich es versuchen. Skeptisch war ich schon beim Kauf. Meine eigenen Erfahrungen mit Grünkohl stammen aus Norddeutschland. Dort probierte ich die Traditionsspeise ein oder zweimal: matschiger Kohl in Schweineschmalz und fettes Schweinefleisch dazu. Genau daran erinnere ich mich.
Und nach dem ich dies probiert hatte, ging es gleich weiter mit einer eigenen Kreation: Grünkohl mit Hirsebratlingen.
Vorbereitung des Wunderkrauts
Grünkohl das alte Wunderkraut ist nicht ganz einfach vorzubereiten. Sobald er strubbelig auf dem Küchentisch liegt, sieht man das Problem. Die harten Stängel und Blattrippen brauchen ewig, bis sie weich sind. Also entfernt man die zarten Blätter. Das dauert.
Wer ein paar Blätter kostet, erlebt eine Überraschung. Der Geschmack ist erstaunlich fein. Mir fielen sofort zwanzig weitere Gerichte ein, für die ich Grünkohl verwenden werde.
Nach dem Waschen habe ich den Kohl blanchiert. Muss man nicht. Stand nur im Rezept. Die Norddeutschen kochen Grünkohl ohnehin direkt in Schweineschmalz und braten dazu Speck an. Das wollte ich nicht.
Ich schnitt also eine Zwiebel in Würfel und briet sie in Rapsöl glasig. Dann kam der Grünkohl dazu. Für einen mittelgroßen Topf brauchte ich ungefähr einen halben Liter Gemüsebrühe. Nach anderthalb Stunden hatte der Kohl noch Biss und war perfekt für das traditionelle Gericht mit Bratwurst. Pimentkörner wanderten auch noch in den Topf.
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Möhren, Curcuma und ein Stirnrunzeln über mein Grünkohl dass Wunderkraut
Die Möhren schneidet man in kleine Rädchen. Zwiebelwürfel brate ich in Butterschmalz an. Danach gare ich Möhren und Zwiebeln gemeinsam. Für 500 Gramm Möhren nehme ich zwei Esslöffel Curcuma oder Kurkuma. Dazu Pfeffer und Salz. Bildet sich keine Soße, helfen ein paar Tropfen Brühe. Der Curcuma macht alles schön sämig.
Ich sehe es: Sie runzeln die Stirn.
Grünkohl, Norddeutschland und Curcuma – passt das? Eigentlich nicht. Doch ich wollte die Amerikaner übertrumpfen. Wenn ich schon nach Grünkohl keinen Krebs bekomme, möchte ich wenigstens nicht mit Alzheimer dahinvegetieren. Und ganz sicher will ich nicht in die Politik gehen. Damit das klar ist.
Das Wunderkraut, wird unser Leben verändern.
Grünkohl, das Wunderkraut bekommt demnächst sogar einen Salat von mir.
Grünkohl bleibt eben ein norddeutsches Winterrezept – ein gesundes Winteressen und ein typisches Winteressen, das wieder modern wird.
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Grünkohl in Norddeutschland – und überall sonst?
Würde ich im Winter täglich zehn Stunden im Moor Torf stechen, sähe ich ein, warum so viel Fett an den Kohl gehört. Aber so? Aus der warmen Limousine – oder aus dem Bus – in den Dorfgasthof hinein und pudelwarm wieder hinaus. Dafür genügen fünfzehn Prozent der eingenommenen Kalorien.
In Süddeutschland steht dieses Gericht auf keiner Speisekarte. Dass ich dennoch Grünkohl bekam, liegt vermutlich daran, dass Norddeutsche ihn eingeschleppt haben. Oder schwappt er inzwischen aus Amerika zu uns rüber? Dort gilt Grünkohl neuerdings als ultimatives Superfood – und das gesündeste Gemüse überhaupt. Die Inhaltsstoffe sollen uns „umwerfend standhaft“ machen.
Ich habe übrigens der Gesundheit wegen aufgehört zu rauchen. Die Feinstaubbelastung unserer Stadt ist unerträglich und meine Mitbewohnerin bestand darauf, dass ich nur noch auf dem Balkon paffe. Man möchte schließlich keine unschuldigen Menschen gefährden – nicht einmal an der frischen Luft.
Wenn alle regelmäßig Grünkohl essen, kann ich theoretisch wieder anfangen zu rauchen. Es passiert ja nichts mehr. Meine Mitbürger werden ohnehin alle mindestens 140 Jahre alt – sofern sie nicht von der Straßenbahn erwischt werden. Voraussetzung: den Grünkohl nicht zu lange kochen, sonst verliert er genau jene Stoffe, die uns angeblich unsterblich machen.
Nicht viele – aber alle Rezepte mit Grünkohl von mir finden Sie unter: GRÜNKOHL













