Über die Allegorie in der Kunst und deren Verschlüsselung

Allegorien sind ein intellektuelles Mittel um Dinge und Gegebenheiten zu umschreiben oder ihnen eine besondere Bedeutung zu verleihen. Walter Benjamin schreibt: Das Symbol ist die Identität von Besonderem und Allgemeinen, die Allegorie markiert ihre Differenz.“ Hammer und Sichel wie auch das Hakenkreuz sind Symbole, die keine Differenzierung zulassen. Die Kunst in einer Diktatur, also auch der sozialistische Realismus, sollte zum Symbol degradiert werden, um unliebsame Deutungen zu verhindern. Sie dient als Herrschaftsinstrument.

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Gatzemeier Fetischismus Grafikedition

Gatzemeier´s Grafikzyklus geht von Gegenständen oder Personen aus, die eine Beziehung miteinander eingehen. Diese ist, wie im irdischen Leben, wohl möglich aber oft unwahrscheinlich ist. Das Bild ist ein Substrat daraus. Komprimiert den Zufall und konserviert ihn zugleich. Denn Leben und Kunst sind dem Zufall geschuldet. Dieser Zufall hat für den Betrachter insofern etwas Befreiendes, da dieser das Dargestellte mit seinen persönlichen Gegenstands- oder Fetischprioritäten entschlüsseln kann.

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Bramantino in Lugano vom Frühwerk angetan

Meine Neugier wurde durch eine Sendung im Deutschlandfunk geweckt, und da die Gegend auch zur Erholung taugt, plante ich einen Besuch im Museo Cantonale d’Arte ein, ehe das Glas zum neuen Jahr hin erhoben wurde. Das ein neues Jahr unweigerlich seinen Anfang nimmt stand fest, dass ich die Bramantino-Ausstellung verstört verlassen würde jedoch nicht. Im Ausstellungshaus wies die Aufsicht den Weg in die obere Etage, in der die Frühwerke Bramantinos hingen. Ich war angetan erwartete ich doch einiges aber nicht das.

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Projekt „In Spirit of Rubens“ 1989 – 1990 mit p.u.d.

Am Ende des vergangenen Jahrtausends geriet ich in Köln in eine Ausstellung. Sie war eine Behauptung. Die „Moderne“ hatte ein Ende gefunden und niemand merkte es. Modern, unmodern, gestrig, akademisch, expressionistisch, surrealistisch, fotorealistisch, kubistisch, konzeptionell… Als ginge es nicht um das Eigentliche – um des Bildes Wirkung und wie es gemacht ist. Gleichwohl vermochte die Ausstellung mit dem Titel „Bilderstreit“ solchen hervorzurufen. Dank der Unvergesslichkeit des Netzes kann man diesen Streit in einer Rezension von Petra Kipphoff „Die Bilder schlagen zurück“ nachvollziehen. Es ging zur und um die Sache.

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Die neue R-Klasse | Baltic Sea | Der Schildermaler

Mein Projekt – „R-Klasse“ – begann nach einer Reise, die mich auch auf die karibischen Inseln führte. Dort entdeckte ich handgemalte Werbeschilder und erinnerte mich meines ersten Lehrberufs – den des Schildermalers. Er nannte sich damals Schrift und Plakatmaler. Es gab weder Computer noch Plotter, also wurde Schrift und Bild mit der Hand gemalt.Ich gestaltete damals Messestände und stattete die Umzüge der Kommunisten mit – zum Teil drei Meter in der Höhe messenden – Konterfeis ihrer Führer aus.

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Seelandschaften Baltic Sea | webcam inspiriert

Louis Jacques Mandé Daguerre verhalf 1837 der Fotografie zu ihrem Durchbruch und schon kamen die Theoretiker aus ihren stickigen Buden und behaupteten die Malerei sei am Ende. Derlei Behauptungen gab es viele, doch keinem Pinsel gingen die Haare durch Nichtgebrauch aus. Im Gegenteil wurden immer mehr Dachse gezüchtet und Schweine rasiert, um den Borstennachschub für die Pinselproduktion nicht abbrechen zu lassen.

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Ein kleines Stück Haut zum Frühstück


Die neue „R-Klasse“ von Thomas Gatzemeier


Subtext – Brief an einen mir bekannten Leser


Kunst gegen Gewalt 17 Plastiken