Vietnamesischer Basar in Waldheim

Eine besondere Geschichte.

Ein Vietnamesischer Basar in Waldheim in Miniaturformat. Die Sitten des Landes leben auch fernab von Vietnam weiter. Ware wird im Freien präsentiert.
Vietnamesischer Mini-Basar in Waldheim

Ein Vietnamesischer Basar in Waldheim erzählt von der Erfolgsgeschichte einer Integration.

Freilich waren die ersten Jahre nach 1989 nicht ohne Spannungen. Der seltsam dumpfe Nationalismus machte auch vor den ehemaligen Vertragsarbeitern aus Vietnam nicht halt. Man denke an Hamburg oder Lichtenhagen.

Es waren widerliche Übergriffe auf Menschen, die kurz zuvor benötigt wurden, um die erodierende DDR-Wirtschaft einigermaßen am Laufen zu halten.

Der Hass gegen die vietnamesischen Mitbürger hat sich Gott sei Dank gelegt und es ist ein Wunder geschehen.

Die ehemaligen vietnamesischen Gastarbeiter sind integriert und erfolgreich wie kaum eine andere Gruppe von Immigranten.

Ohne sie wären unsere Städte ärmer. Ob Gemüsegeschäfte, Gaststätten oder wie hier ein Minibasar mit Textilien, die Ladenlokale ständen leer. Und nicht nur das. Die Kinder der ehemaligen vietnamesischen Migranten sind die leistungsstärksten Schüler – in Ostdeutschland.

In asiatischen und südamerikanische-karibischen Ländern ist ein erweitertes Schaufenster ins Freie hinein üblich. Bei diesem mini vietnamesischem Basar in Waldheim darf das Element der Freiluftpräsentation nicht fehlen.

Vietnamesen in Ostdeutschland sind eventuell die echten Ossis.

Dieser Wegweiser in Waldheim ist besonders. Wie der Zufall es will hängen gleich neben einem Schild Kleidungsstücke zum Verkauf im Freien.
Ein besonderer Wegweiser in Waldheim

Im Zusammenspiel mit der Architektur und wie hier dem Hinweisschild eine Baustelle ergeben sich besondere Zusammenhänge.

Freilich muss jede Stadt entscheiden, wo und wie sie diese Art Warenpräsentation regelt. Die Häuserzeile in der dieses Geschäft liegt hat noch einigen Sanierungsbedarf. In historischen Innenstädten finde ich diese Art der Außenpräsentation jedoch unpassend.

Immer mehr Städte mit historischem Kern befreien diesen von Werbung jeglicher Art. Dies sollte Schule machen, um die Unverwechselbarkeit der Architektur nicht zu beeinträchtigen. Denn was in Genf umgesetzt wurde, sollte sich auch in Waldheim und anderen mitteldeutschen Kleinstädten verwirklichen lassen.

Daran erkennt man wahre Größe 😉

 

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