3. Nasses Afrika auf der Insel Madeira

Verheißungsvoller Morgen auf Madeira

3. Transamazonas – Nasses Afrika auf Madeira

Mir wurde berichtet, das Madeira auf der afrikanischen Platte verankert ist. Rein tektonisch gesehen – oder so. Also ist der göttliche Weltenbau doch der erste Plattenbau?

Unser Dampfer war etwas spät dran, sodass er mit Mühe und Not den letzten Parkplatz ergatterte, elegant wendete und sich rückwärts in die schmale Lücke zwängte, ohne jedoch irgendwo anzustoßen. Es war sehr nass und die Insel sehr grün. Ich verstehe ja, eine Blumeninsel sollte regelmäßig gegossen werden. Aber denkt denn keiner daran, dass man auf solch einer Reise norddeutsche Schutzkleidung nicht im Koffer bei sich trägt? Erwartet man Nasses Afrika? Der morgendliche Blick war noch verheißungsvoll und ein traditionelles Fischessen an Land abgesprochen. So blieben wir halt an Bord und klönten – nachdem die Kollegen einige Bilder von mir aus der Galerie des anderen Schiffs entwendet hatten – bei einem Kaltgetränk, denn die Lufttemperatur war auf angenehme 25 Grad eingeregelt. Einige Seiten des Manuskripts habe ich auch gelesen, konnte mich jedoch angesichts meiner gelassenen Verfassung nicht entscheiden, in den Text einzugreifen.

Eigenartigerweise war mir die Insel irgendwie vertraut, obwohl ich erst einmal hier gewesen bin – als es nicht regnete und ich nicht das Gefühl hatte ein Nasses Afrika anzutreffen.

Derzeitig fahren wir wieder parallel mit einer größeren – aber jüngeren – Schwester namens „sol“ straff Richtung Süden. Sie begleitet uns bis zu den Inseln der Glückseligen. Richtung Süden ist für die nächsten Tage ausgemacht.

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