Lammschulter mit Couscous auf libysche Art
Lammschulter mit Couscous – ein Duft, der bleibt
Manchmal genügt ein Geruch, um zu wissen, dass man richtig liegt. Nicht logisch, nicht geplant – eher wie ein leiser Akkord, der sich plötzlich einstellt. Lammschulter mit Couscous ist so ein Gericht. Warm, würzig, leicht süß, fremd und doch vertraut. Die Aromen greifen ineinander, als hätten sie sich lange gesucht.
Ich halte mich selten an feste Regeln. Aber ich höre gern zu, wenn Gewürze etwas erzählen. Dass im Couscous Zimt, Kardamom, Nelke, Mandeln und Rosinen zusammenfinden, wäre mir allein wohl nicht eingefallen. Doch genau dieser Klang macht diese Lammschulter auf libysche Art zu einem Gericht, das hängen bleibt – exotisch, aber nicht laut. Und erstaunlich beliebt bei allen, die mitessen.
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Lammschulter vorbereiten – Zeit, Ruhe und Respekt
Die Lammschulter kam tiefgefroren ins Haus. Also hieß es zuerst: Geduld. Mindestens 24 Stunden durfte sie im Kühlschrank langsam auftauen. Hektik verzeiht dieses Fleisch nicht.
Bevor überhaupt an Würzen zu denken ist, kommt die eigentliche Arbeit: überschüssiges Fett entfernen, Häutchen ablösen, sauber arbeiten. Danach wird die Schulter großzügig mit Knoblauch gespickt. Keine Scheu – das Lamm verträgt das.
Marinade für Lammschulter mit Couscous
Meersalz, grob gestoßener Pfeffer, der Saft von fünf Limetten und feines Olivenöl. Mehr braucht es nicht. Wichtig ist das Massieren. Nicht streicheln – wirklich einarbeiten. Das Aroma soll in jede Faser, in jede Pore. Danach darf die Lammschulter mariniert mindestens einen halben Tag ruhen.
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Lammschulter im Ofen – sanft gegart
Gebraten wird ohne Drama. 170 Grad Ober-/Unterhitze, anderthalb Stunden. Nicht mehr. Nicht weniger. Hin und wieder ein kleiner Schluck Rotwein über das Fleisch – nicht ertränken, nur benetzen.
So bleibt die Lammschulter saftig, weich und aromatisch. Kein Braten, der sich in den Vordergrund drängt, sondern einer, der Geduld belohnt.
Der Bratensud wird am Ende mit etwas Rotwein aufgekocht. Kein Mehl, kein Schnickschnack. Das genügt. Eine einfache, ehrliche Sauce.
Couscous orientalisch – Gewürze mit Gedächtnis
Der Couscous zur Lammschulter braucht keine große Mühe, aber Aufmerksamkeit.
100 Gramm Rosinen werden etwa 30 Minuten in lauwarmem Wasser eingeweicht. Parallel zerstoße ich im Mörser vier bis fünf Kardamomsamen, eine Nelke, ein Stück Zimtstange und etwas Pfeffer. Bereitgelegt werden außerdem 100 Gramm grob gehackte Mandeln.
200 ml Wasser mit Salz und einem Schuss Olivenöl aufkochen, 200 Gramm Couscous einrühren, Gewürze dazu, eine kleine Prise Zucker. Sieben Minuten ziehen lassen. Und ja – Couscous ist eigensinnig. Manchmal verlangt er nach etwas mehr Wasser. Das darf er.
Zum Schluss kommen Mandeln, Rosinen und ein Löffel süßes Paprikapulver unter. Wer mag, hebt noch ein kleines Stück Butter unter. Das rundet ab, ohne zu beschweren.
So entsteht ein Couscous mit Rosinen und Mandeln, der warm, würzig und leicht süß ist – genau das Gegengewicht zur kräftigen Lammschulter.
Lammschulter mit Couscous – ein Gericht ohne Eile
Dieses Gericht lebt nicht von Perfektion, sondern von Ruhe. Lammschulter mit Couscous orientalisch ist kein schnelles Essen. Es ist eines, das man vorbereitet, ziehen lässt und dann gemeinsam isst. Ohne Hast. Ohne Ablenkung.
Gleich dazu einen Couscoussalat?













