Fjords of Norway und die Fischzucht

Ich bekam Landgang um mir die Fjords of Norway anzusehen. Zwei meiner zahlreichen Groupies – die mich an Bord ständig verfolgen – begleiteten mich.

Das heißt, ich habe sie mitgenommen um mir die anderen vom Leibe zu halten. Denn zu viele Frauen sind für meine Gesundheit nicht gut.

Norwegen kann man an mehreren Merkmalen erkennen. An erster Stelle sind die Trolle zu nennen.

Wenn man keinen trifft, orientiert man sich an den Fjords of Norway. Ein Fjord ist an viel Wasser zwischen hohen Bergen zu erkennen. Auf diesen Bergen liegt selbst im Sommer Schnee. Im Wasser der Fjorde schwimmen auch Fische. Einige wurden jedoch eingesperrt, weil sie kleinere Artgenossen einfach aufessen.

Damit alles politisch korrekt vonstattengeht, werden sie mit in Pellets gepresstem Gemüse (fast) rein vegetarisch ernährt – behauptete jemand. Ein wenig Pflanzenschutzmittel, welches für die Landwirtschaft verboten wurde, aber nicht für Fischfutter, ist in den Pellets auch enthalten.

Ob es in Norwegen auch eine Frau Künast gibt, ist mir nicht bekannt.

Jedenfalls kennen wir diesen Fisch aus dem Supermarkt. Er kommt in Scheiben geschnitten daher – die in Folien verpackt – bei gleicher Größe der Umverpackung immer weniger Inhalt haben. Das ist wegen des Restmülls ökologisch nicht korrekt.

Dann gibt es neben den Fjorden noch Wasserfälle und echte Gletscher. Also weiße Bergspitzen mitten im Sommer. Überraschend sind auch die vielen Landesflaggen vor den meist fröhlich, bunt angestrichenen Holzhäusern.

So massiv kommen bei uns Bekundungen zum eigenen Land nur in Kleingartenanlagen und zu bestimmten Ballspielereignissen vor. Ich meine mit „Ballspielereignissen“ die Tradition, dass 22 Millionäre auf einer Grasfläche mit einem Ball spielen.

In Norwegen scheinen mir die Bekenntnisse zu eigenem Land aber unverdächtig. Allerdings hörte ich von einem lange andauernden – sagen wir Wettstreit – mit Schweden. Die einen bauen Autos die anderen fördern Öl. Beide haben Fjords aber nur die Norweger haben „Fjords of Norway“. Das scheint mir das eigentliche Problem zu sein!

Während ich meine Überlegungen niederlege sind wir wieder auf See und der Kapitän machte Andeutungen, die den zu erwartenden Wellengang betreffen. Ich vermute wir bekommen noch einen Seetag geschenkt, weil die Färöer Inseln nicht angelaufen werden können. (Stellt sich später anderes heraus)

Obwohl ich bei meiner letzten Reise im Juli schon ein echtes Islandtief kennengelernt habe und es für diese Reise nicht in meinem Honorarvertrag aufgeführt ist, werde ich es hinnehmen wie ein Seemann und die Gäste auf meine Art zu unterhalten wissen. Tüten hängen schon diskret in den Aufgängen.

Übrigens schmeckte das Fischgericht an Land hervorragend und mein Kopf ist voller Landschaftsbilder.

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