Döbelner Bockwurst im Grenzgebiet mit falschem Senf
Döbelner Bockwurst im Grenzgebiet – mit falschem Senf
Die Globalisierung macht bekanntlich auch vor der Wurst nicht halt.
Immer wenn ich aus Sachsen zurück ins Badische fahre, befindet sich zwischen Gepäck, Büchern und Malutensilien zuverlässig eine kulinarische Kostbarkeit: Döbelner Bockwurst.
Denn Wurst ist eben nicht gleich Wurst. Und so mancher Sachse wird bestätigen, dass die Döbelner Bockwurst zu den besten gehört, die dieses Land hervorgebracht hat. Ihr wollt sie bestellen – die Bockwurst das geht unter diesem LINK
Sachsen trifft Burgund
Nun könnte man meinen, eine echte sächsische Wurst müsse selbstverständlich mit sächsischem Senf gegessen werden.
Nicht bei mir.
Ich stelle ihr ganz ungeniert einen französischen Dijon-Senf zur Seite. Dazu ein paar schlichte Salzkartoffeln und schon wächst Europa auf dem Teller ein gutes Stück zusammen.
Der kräftige Senf harmoniert erstaunlich gut mit der fein gewürzten Döbelner Bockwurst und sorgt für eine angenehme Schärfe, ohne den Eigengeschmack der Wurst zu überdecken.
Der richtige Senf kommt später
Ganz falsch ist meine Kombination natürlich trotzdem.
Denn aus Döbeln stammt schließlich der traditionsreiche Marder Senf, dessen Geschichte bis ins Jahr 1886 zurückreicht. Ihm gebührt eigentlich der Ehrenplatz neben der Wurst.
Den hebe ich mir allerdings für einen anderen Beitrag auf.
Und dann wäre da noch die Debreciner
Zum Marder Senf passt nämlich eine Debreciner ganz ausgezeichnet.
Diese geräucherte Wurstspezialität kennt man heute vor allem aus Österreich und Süddeutschland. Ihren Ursprung hat sie jedoch in Ungarn.
Alles klar?
Falls nicht, ist das auch nicht schlimm. Hauptsache, die Wurst schmeckt.
Hier findet ihr weitere Geschichten rund um die Bockwurst.
Die Döbelner Fleischwaren GmbH geht auf die 1958 gegründete Produktionsgenossenschaft Fleischer Döbeln zurück und besteht seit 1991 als mittelständisches Unternehmen.
Produziert werden am Standort Döbeln frische Fleisch- und Wurstwaren sowie Konserven, ergänzt durch den Verkauf in drei eigenen Fleischerfachgeschäften. Das Unternehmen setzt auf handwerkliche Tradition, moderne Produktionsverfahren und den engen Austausch mit seinen Kunden. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter DLG- und CMA-Prämierungen, stehen für die hohe Qualität der Erzeugnisse.











