Kaninchen aus der Provence – ein leises Ostergericht mit viel Geschmack
Auch zu Ostern muss es nicht immer Lamm sein.
Denn manchmal reicht ein Topf, der leise vor sich hin schmort, Kräuterduft in der Küche verbreitet und die Zeit ein wenig langsamer laufen lässt.
Unser Kaninchen aus der Provence mit Kräutern ist genau so ein Gericht. Aromatisch, leicht, nicht schwer im Magen – und doch festlich genug, um an den Ostertagen auf den Tisch zu kommen, ohne großes Getöse zu machen.
Das Schöne daran: Es wirkt aufwendiger, als es ist. Wer einmal angefangen hat, bleibt ohnehin am Herd stehen. Und wartet. Geduldig. So, wie man es bei guten Dingen eben tut.
Zutaten für Kaninchen aus der Provence:
- 1 nacktes Kaninchen,
- Olivenöl,
- 50 g Schalotten,
- Stangensellerie und Lauch,
- 250g Tomaten,
- Knoblauch,
- Salz und frisch gemahlener Pfeffer,
- trockener Weißwein,
- Geflügelfond/brühe,
- 1 Kräuterstrauß aus Thymian, Rosmarin, Salbei, Bohnenkraut und Petersilie, schwarze Oliven ohne Kern
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Vorbereitung des Kaninchen aus der Provence: Fleisch, Hitze, Geduld
Zuerst werden Karkasse und Vorderläufe des Kaninchens in kleinere Stücke gehackt. Diese Teile geben Geschmack, Tiefe und später eine ordentliche Soße. Das Fleisch wird in einem schweren Topf oder Bräter scharf angebraten. Ruhig Farbe nehmen lassen. Nicht hetzen.
Ist das erledigt, kommen Schalotte, Sellerie und Lauch dazu. Kurz mitschwitzen, dann das übrige Gemüse. Alles wird immer wieder mit dem Holzspatel gewendet, bis Fleisch und Gemüse gleichmäßig Farbe angenommen haben.
Frische Tomaten waren nicht aufzutreiben – also kamen gute Dosentomaten zum Einsatz. Gerade außerhalb der Saison sind sie oft die bessere Wahl. Sie bringen Aroma, Säure und Substanz. Danach Knoblauch, dann Weißwein. Jetzt beginnt das eigentliche Schmoren. Etwa 20 Minuten, bei mittlerer Hitze. Verdampft die Flüssigkeit, wird schluckweise Wein nachgegossen.
Zweite Pfanne, gleiche Sorgfalt
Parallel dazu würzt man die restlichen Kaninchenteile und brät sie in einer separaten Pfanne kräftig an. Auch hier gilt: Hitze, Geduld, Farbe.
Sobald das Fleisch gut gebräunt ist, wandert es samt Bratensaft in den Topf zum Gemüse. Nun wird mit heißem Fond aufgegossen. Der Kräuterstrauß – klassisch Kräuter der Provence – kommt dazu. Jetzt darf alles zwischen 50 und 80 Minuten leise schmoren. Nach etwa 50 Minuten lohnt sich der erste Test: Zergeht das Fleisch fast von selbst, ist es so weit.
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Soße, Oliven und der letzte Schliff für das Kaninchen aus der Provence
Das Fleisch wird herausgenommen und warmgestellt. Der Topfinhalt passiert man durch ein feines Sieb oder Tuch. Die aufgefangene Soße wird um etwa ein Viertel reduziert, bis sie sämig ist.
Die Oliven werden vor dem Zugeben leicht angequetscht. So geben Sie ihr Aroma besser ab. Kurz mitkochen lassen – mehr braucht es nicht.
Beilage: Gemüse statt Schwere
Als Beilage passt ein Ratatouille aus gelben und grünen Zucchini, Auberginen, Tomaten und Zwiebeln hervorragend. Natürlich ebenfalls mit Kräutern der Provence abgeschmeckt. Kein Kartoffelstampf, kein Überfluss. Das Kaninchen steht im Mittelpunkt – so soll es sein.
Also ist unser Kaninchen aus der Provence mit Kräutern ein ideales Ostergericht für alle, die es aromatisch, aber nicht schwer mögen. Ein Essen für lange Gespräche, gutes Brot und ein Glas Wein. Und für die Erkenntnis, dass Festlichkeit nicht laut sein muss.
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