5. Butter bunkern auf Teneriffa

5. Transatlantik „Butter bunkern auf Teneriffa“

Seinen sie es versichert, auf unserem Schiff können sie so einiges erwerben. Kunst der feinen und der dekorativen Art. Butter gibt es aber nicht! Mögen sie ihrer lieben Frau ein Blumensträußchen auf den Nachttisch stellen – kein Problem. Möchten sie ihren lieben zu Hause ein Tellerchen mit Kussmund mitbringen – kein Problem! Lebensmittel werden jedoch nur zum sofortigen Verzehr angeboten. Manch ein Gast legt deshalb bis zu 10 Kilo zu, um bis zur nächsten Reise durchzuhalten. Würde er die Menge mitnehmen, würde sein Reisebudget durch das Übergewicht des Gepäcks arg strapaziert.

Was mit Teneriffa so los war, kann ich ihnen fast gar nicht erzählen. Wir sahen einen Baum, von dem die reifen Oliven fielen, wie bei uns die ungepflückten Kirschen. Und anstatt Amsel, Meise oder gar Star, saßen und jagten sich Papageien und Kanarienvögel in den Bäumen. Letztere sind ein Alleinstellungsmerkmal nach denen schließlich die Inselgruppe getauft wurde. Welche Zoohandlung jedoch diese Menge an Kanarienvögel liefern konnte, ist mir schleierhaft.
Wir tranken spanischen Kaffee und machten Pläne für eine neue Hängung der Bilder. Wenn ich zum Beispiel einmal Urlaub hätte, würde ich mir die Insel genauer ansehen. Einen Tipp kann ich aber geben. Befindet sich eine zerborstene Brille in ihrem Besitz, dann fahren sie hier hin. Der Optiker war gut. Eventuell können sie ja einige Tage Urlaub dranhängen. Ansonsten sind die Spanierinnen meist schwarzhaarig und schön. Bestimmte Touristen erkennt man an ihren weißen Söckchen. Butter bunkern auf Teneriffa tät ich jedenfalls immer wieder.

Als nach der Butter auch noch einige Hektoliter Tischwein an Bord gebracht wurden, legten wir ab. Der Kapitän lies extra den Berg Backbord farbig illuminieren.
Kurs SSW Querab von Afrikas Westküste. 850 Seemeilen. 1574 Kilometer also.

Butter und Wein bunkern für die Reise

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