Die inszenierte Fotografie von Horst Kistner
Die inszenierte Fotografie von Horst Kistner beschreibt eine Form der Fotografie, bei der sich der Fotograf bewusst und aktiv ein eigenes Bild schafft, das kompositorisch entsteht wie ein Gemälde oder eine Installation.
Aus diesem Grund kann die inszenierte Fotografie von Horst Kistner wie Szenen aus Theaterstücken oder Filmen wirken.
Im Gegensatz zur dokumentarischen Fotografie, die darauf abzielt, Momente so authentisch wie möglich festzuhalten, betont die inszenierte Fotografie die künstlerische Inszenierung und absolute Kontrolle über die visuellen Elemente im Bild. Obwohl unter Kontrolle natürlich auch die künstlerische Erfindung zu verstehen ist.
Folgende Merkmale sind charakteristisch für die inszenierte Fotografie von Horst Kistner:
- Die künstlerische Kontrolle: Darunter verstehen wir, dass der Fotograf die Kontrolle über sämtliche Elemente einer Komposition hat. Einschließlich der entstandenen Kulisse sowie auch der Beleuchtung. Für Horst Kistner sind die Requisiten und auch die Inszenierung der Models ausschlaggebend für das Ergebnis seiner inszenatorischen Arbeit.
- Die erzählenden Elemente: Inszenierte Fotografien erzählen Geschichten oder drücken eine vom Fotografen beabsichtigte Stimmung aus. Denn die Szene wird bewusst gestaltet, um eine bestimmte Botschaft oder Atmosphäre zu vermitteln.
- Die künstlerische Freiheit: Im Gegensatz zur dokumentarischen Fotografie, die auf Realität und Authentizität abzielt, erlaubt die inszenierte Fotografie dem Fotografen, kreativ zu sein und eine Welt zu schaffen, die Realität wohl spiegelt. Diese muss jedoch nicht notwendigerweise der realen Welt entsprechen, denn sie ist durch den Künstler reflektiert.
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- Die stilisierten Elemente: Inszenierte Fotografien können stilisiert und oft surreal wirken. Die Verwendung von Symbolen, Metaphern und übertriebenen visuellen Elementen ist üblich.
- Die Kulissen und Requisiten: Fotografen, die inszenierte Fotografien erschaffen, verwenden oft sorgfältig ausgewählte Kulissen, Requisiten und Kostüme, um die gewünschte Atmosphäre oder Handlung zu unterstützen. Horst Kistner besitzt einen überreichen Fundus. Dieser lagert auf über 400 qm.
- Die digitale Manipulation: Moderne Technologien, insbesondere digitale Bildbearbeitung, ermöglichen es Fotografen, ihre inszenierten Bilder weiter zu verfeinern, zu bearbeiten und zu manipulieren, um bestimmte Effekte zu erzielen. Darauf verzichtet Horst Kistner jedoch weitgehend und baut sich die Kulissen bis in jedes Detail auf, bevor er mit einem Shooting beginnt.
Fotografen wie Cindy Sherman, Gregory Crewdson und Jeff Wall sind berühmt für ihre Arbeit in diesem Genre. In Deutschland gibt es lediglich wenige Fotografen, die sich mit der inszenierten Fotografie beschäftigen. Horst Kistner ist ein herausragender Vertreter dieser Gattung und erhielt schon viele internationale Preise.
Weitere Einblicke zur Arbeitsweise von Horst Kistner erhalten Sie im Artikel „Hinter den Kulissen von Horst Kistner“und auf unserem YouTube KUNSTKANAL
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Ein kurzes - unterhaltsames - Video mit dem Künstler
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