Schweinegulasch asiatische Art – süß, sauer und mit einer kleinen Überraschung
Manchmal entstehen die besten Gerichte aus einer kleinen Portion Neugier. Dieses Schweinegulasch asiatische Art gehört genau in diese Kategorie. Wer kommt schließlich auf die Idee, getrocknete Aprikosen mitten ins brutzelnde Schweinefleisch zu werfen?
Ich schon.
Und siehe da: Der Versuch hat sich gelohnt. Die Aprikosen lösen sich nicht völlig auf, sondern geben ihre angenehme Süße langsam an die Sauce ab. Zusammen mit Kokosmilch, Sojasauce und einem Spritzer Essig entsteht genau jene süß-saure Balance, die man aus der asiatischen Küche kennt – allerdings ohne Tütchen, Fertigsaucen oder Geschmacksverstärker.
Ein wenig Mut gehört eben auch beim Kochen dazu.
Schweinegulasch asiatische Art | Zutaten für 4 Personen
- 600 g Schweinegulasch oder Schweinenacken
- 1 rote Paprikaschote
- 1 gelbe Paprikaschote
- 2 Bund Frühlingszwiebeln
- 2 Knoblauchzehen
- 1 halbscharfe Chilischote
- etwa 10–12 getrocknete Aprikosen
- 1 TL Koriandersamen
- weißer Pfeffer
- 200 ml Kokosmilch
- einige Spritzer Sojasauce
- 1 TL heller Essig oder Zitronensaft
- Rapsöl
- Salz
Rezept-Kurzinfo
Zubereitungszeit: ca. 35 Minuten
Portionen: 4 Personen
Schwierigkeitsgrad: leicht
Küche: asiatisch inspiriert
Ernährung: kohlenhydratarm (ohne Beilage)
So gelingt das Schweinegulasch asiatische Art
Zunächst wird das Fleisch in heißem Rapsöl kräftig angebraten. Nicht zaghaft – Röstaromen sind schließlich Geschmack.
Dann kommen Knoblauch und die fein geschnittene Chilischote dazu. Kurz darauf folgen die in Ringe geschnittenen Frühlingszwiebeln und die gewürfelten Paprikaschoten.
Jetzt wird es interessant.
Die getrockneten Aprikosen wandern mit in die Pfanne. Während sie langsam weich werden, entfalten sie ihre fruchtige Süße und verbinden sich wunderbar mit dem Fleisch.
Die Koriandersamen werden frisch im Mörser zerstoßen und gemeinsam mit etwas weißem Pfeffer eingerührt. Anschließend die Kokosmilch angießen und alles bei mittlerer Hitze sanft köcheln lassen.
Zum Schluss mit Sojasauce, Salz und einem kleinen Spritzer Essig oder Zitronensaft abschmecken. Genau dieser kleine Säurekick sorgt dafür, dass das Gericht nicht süß wirkt, sondern herrlich ausgewogen.
Süß und sauer ohne Fertigsauce
Gerade das gefällt mir an diesem Rezept Schweinegulasch asiatische Art. Die süß-saure Note entsteht ganz natürlich aus Aprikosen, Kokosmilch und etwas Säure. Keine klebrige Industriesoße, sondern ehrliche Zutaten.
Wer mag, kann noch ein paar geröstete Cashewkerne darüberstreuen oder mit etwas frischem Koriander servieren.
Welche Beilage passt?
Eigentlich braucht dieses Schweinegulasch asiatische Art gar keine große Begleitung. Wer es kohlenhydratarm mag, genießt es einfach pur.
Ansonsten passen hervorragend:
- Basmatireis
- Jasminreis
- Duftreis
- Baguette
- gebratenes Gemüse
- Blumenkohlreis als Low-Carb-Variante
Mein Fazit
Dieses Schweinegulasch asiatische Art zeigt einmal mehr, dass gutes Kochen häufig aus Experimenten entsteht.
Die Kombination aus zartem Schweinefleisch, Paprika, Kokosmilch und getrockneten Aprikosen wirkt zunächst ungewöhnlich, harmoniert aber überraschend gut. Fruchtig, leicht scharf, angenehm cremig und mit genau der richtigen Portion Süße.
Ein Gericht für alle, die gern einmal über den Tellerrand der klassischen deutschen Küche hinausblicken – ohne dabei stundenlang am Herd zu stehen.
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