So sieht der Winter aus. Grünkohl dass Wunderkraut

Zutaten für: Grünkohl dass Wunderkraut

Für 4 Personen

Mindestens 1 Kilo Grünkohl
Eine große Zwiebel
Einen halben Liter Gemüsebrühe
Pimentkörner
4 EL Rapsöl möglichst kaltgepresst

Möhren:

pro Person zwei große Möhren
Einen Esslöffel Butterschmalz
Zwiebel, Knoblauch nach Bedarf
Zwei Esslöffel Kurkuma oder Corcuma
Gemüsebrühe nach Gefühl
Salz Pfeffer oder Chili

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So sieht der Winter aus. Grünkohl dass Wunderkraut bekommt demnächst neues Leben eingehaucht.

Freilich ist die Zubereitungsart dieses hier vorgestellten Rezeptes antik um nicht zu sagen überholt aber der Versuch musste einfach sein. Skeptisch war ich schon, als ich den Grünkohl kaufte. Kannte diesen von meinen Aufenthalten in Norddeutschland.

Die Traditionsspeise Grünkohl mit Kartoffeln und Pinkel probierte ich ein oder gar zwei Mal. Der Kohl matschig in Schweineschmalz und fettes Schweinefleisch dazu, daran erinnere ich mich. Wenn ich im Winter 10 Stunden im Moor Torf stechen müsste, würde ich zumindest einsehen, dass viel Fett an den Kohl gehört. Aber so. Aus der warmen Limousine oder öffentlichen Verkehrsmittel in den Dorfgasthof und nach dem Essen pudelwarm wieder davongefahren. Da braucht es nur 15 % der eingenommenen Kalorien.

Hier in Süddeutschland findet man dieses Gericht auf keiner Speisekarte. Dass ich trotzdem Grünkohl bekam, liegt eventuell daran, dass er von Norddeutschen eingeschleppt wurde. Oder kommt er doch aus Amerika rübergeschwappt? Da wird der Grünkohl neuerdings als das ultimative Superfood gefeiert. Nicht ganz zu Unrecht glaube ich. Die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf unseren Organismus sollen uns „umwerfend standhaft“ gegen Krankheiten machen. Jedoch habe ich extra der Gesundheit wegen aufgehört zu rauchen, da die Feinstaubbelastung und unserer Stadt unerträglich ist und ich nach dem Willen meiner Mitbewohnerin auf dem Balkon rauchen musste. Man möchte doch keine unschuldigen Menschen gefährden, wenn man an der frischen Luft pafft.

Wenn alle den Grünkohl entdeckt haben und diesen regelmäßig essen, kann ich wieder anfangen zu rauchen. Es kann ja nichts mehr passieren. Überhaupt werden alle meine Mitbürger mindestens 140 Jahre alt, so Sie nicht von der Straßenbahn überfahren werden. Jedoch nur, wenn Sie den Grünkohl nicht zu lange kochen, denn dann verliert er einen großen Teil jener Inhaltsstoffe die uns ewiges Leben schenken sollen.

Grünkohl dass alte Wunderkraut ist aber nicht ganz einfach zuzubereiten. Ich meine vorzubereiten. Wenn Sie diesen strubbeligen Grünkohl auf den Küchentisch legen, sehen Sie das Problem. Die harten Stängel und Blattrippen sind zu hart, um in angemessener Zeit weich gekocht zu sein. Also zupfen Sie die zarteren Kohlblätter ab. Das dauert ein wenig.

Verkosten sie einige der Blätter und sie werden von deren Aroma angenehm überrascht sein. Mir sind ungefähr 20 weitere Gerichte eingefallen, zu denen ich den Grünkohl verwenden werde.

Wenn Sie den Kohl gewaschen haben, blanchieren Sie diesen in sprudelnd, kochendem Wasser. Muss nicht – aber stand so in einem Rezept. Die Norddeutschen kochen den Grünkohl in Schweineschmalz und zu allem Überfluss auch noch zusammen mit angebratenem Speck.

Ich habe eine Zwiebel in Würfel geschnitten und diese in Rapsöl glasig angebraten. Danach kam der Grünkohl dazu und für einen mittelgroßen Topf voller Kraut ungefähr ½ Liter Gemüsebrühe. Nach 1 ½ Stunden hatte der Kohl noch ein wenig Biss und war für das traditionelle Gericht mit Bratwurst tauglich. Auch so – Pimentkörner habe ich auch noch zum kochenden Kohl gegeben.

Die Möhren schneidet man in kleine Rädchen. Zwiebelwürfel in Butterschmalz angebraten. Die Möhren und Zwiebeln zusammen gegart. Für 500 Gramm Möhren habe ich 2 Esslöffel Curcuma oder Kurkuma hinzugegeben und deftig mit Pfeffer und Salz abgeschmeckt. Man kann auch einige Tröpfchen Gemüsebrühe ins Gemüse geben, wenn sich keine Soße bildet. Durch das Curcumapulver wird diese schön sämig.

Ich sehe, Sie runzeln die Stirn. Grünkohl, Norddeutschland und Curcuma – passt das? Nööö. Eigentlich nicht. Aber die Amerikaner wollte ich dann doch übertrumpfen. Denn wenn ich nach dem Genuss von Grünkohl keinen Krebs bekomme, möchte ich ja natürlich nicht mit Alzheimer dahinvegetieren. Und auch nicht in die Politik gehen. Damit das Mal klar ist.

Grünkohl, das Wunderkraut wird unser Leben verändern. Grünkohl dass Wunderkraut – demnächst mache ich einen Salat damit.

Ein Norddeutsches Winterrezept.

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