Die Fifth Avenue – teuer aber mit Wurstbude

Die Fifth Avenue hat spezielle Eigenschaften. Zum Beispiel die weltweit teuersten Mietpreise für Ladengeschäfte in denen bunte Stoffe gehandelt werden.

14.000 § pro qm. Die aus faszinierenden Stoffen gefertigten Kleider sind wirklich hübsch anzusehen, passen jedoch nur wenigen Frauen. Und denen – denen sie passen lediglich bis zu einem gewissen Alter.

Da viele Männer die Frauen regelmäßig zu wechseln pflegen, wenn sie nicht mehr zu ihren Kleidern passen, sieht man auf dieser Straße häufig Männer mit ihren neu angeschafften Wechselfrauen aus sehr langen Limousinen steigen. Ob sie neben dem Kleiderkauf auch die anderen Bedürfnisse der jungen Damen – ohne Zuhilfenahme einschlägiger Präparate – zu befriedigen wissen, ist nicht bekannt.

Auch sucht man mitten in der großen Stadt nach Erdwärme, da allein der Konsum keine Wärme zwischen den Menschen schafft. Für den nötigen Grundstock an Gerechtigkeit sorgen jedoch die Wurstbuden, deren Preise nicht höher sind als anderen Ortes. In anderen Stadtteilen findet man die Wägen seltener, da es die Mietpreise erlauben auch innerhäusig Speisen anzubieten. Eine einfache Rechnung mag dies betriebswirtschaftlich belegen. Pro Quadratmeter müssten pro Tag 467 $ umgesetzt werden, allein um die Miete bezahlen zu können. Rechnet man den Materialeinsatz, Personal und die Reinigungskosten dazu, schätze ich – als unbegabter Ökonom –  500 Hot Dog auf den qm. Also ungefähr 1 Hot Dog pro Minute, um in acht Stunden das Ziel zu erreichen. Profit ist dann noch lang nicht gemacht. Also dann doch lieber hin und wieder eine „Chanel Vintage Quilted Flap Over Bag Black Handtasche“ für 1.749,50 § und ein Kostüm dazu verkauft.

Das Metropoliten Museum of Art ist ganz schön groß und beherbergt viele Kunstwerke. Dies hier ausführlich zu besprechen sprengt jeden Rahmen. Aber das große Bild des großen Balthus wird neben Anderen in meiner Erinnerung bleiben auch wenn ich in Zukunft viel über Würste nachdenke.

Sollte ich nochmals an dem Haus der Weltkultur vorbeikommen, suche ich mir das rechte Motiv um eine Geschichte zu illustrieren, die nicht so erfreulich ist. Sie wird vom Kunstmarkt und seinen Methoden handeln. Natürlich nicht ohne den Vergleich mit dem Finanzmarkt zu scheuen.

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