Angela Merkel ist ein schlechtes Vorbild

Sie müssen wissen, mein Sohn geht noch zur Schule.

Diese Schule ist eine Besondere. Durch die Hingabe von Geld soll die Hergabe von Bildung besser funktionieren als in den durch den Staat zu verantwortenden Bildungsanstalten. Nicht das ich einer besonders elitären Bevölkerungsschicht angehöre, aber ich möchte für meinen Sohn alles tun, damit er später nicht zu den Globalisierungsverlierern gehört.

Bei mir war schon früh entschieden, wohin der Zug fährt. Mit Russisch kommt man nicht weit.

Zumindest mit einem DDR-Schulrussisch. Denn wer lernte damals schon gern die Sprache des Feindes. Natürlich gibt es Ausnahmen. Angela Merkel zum Beispiel. Angela Merkel ist ein schlechtes Vorbild für die Jugend. Mit Ihrer Sozialisierung und den besonderen Umständen der sogenannten Wiedervereinigung konnte dieser „alternativlose“ Typ Mensch zwar weit kommen – wird uns aber nicht weit bringen. Zukunftsträchtig ist so ein Mensch, zumal in der Politik, wirklich nicht. Man führe sich ihre Vorgänger – einen nach dem anderen – vor Augen und die Tendenz wird offenbar.

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Oder man denke an das Ende des real existierenden Sozialismus.

Zu sehen war die Misere schon lange und Franz Josef Strauß versuchte auch noch verzweifelt mit Milliarden zu helfen, damit seine und seiner Freunde Geschäftsinteressen nicht den sozialistischen Bach runtergehen. Half auch nichts. Dann ging alles ganz schnell. VW und IKEA mussten sich andere Produktionsorte für billige Teile suchen, da die politischen Gefangenen nicht mehr für sie Zwangsarbeiten konnten.

Ich befürchte, so ähnlich wird das auch mit Europa ausgehen. Das System ist innen ausgehöhlt, die Fassade bröckelt und das Gerüst ist fragil.

Jetzt knirscht es. Bald kracht es. Solch eine Entwicklung kann man nicht mehr aufhalten, denn dafür ist es schon lange zu spät. Man hat die Probleme nicht nur ausgesessen, sondern verpennt der Staatengemeinschaft gemeinsame Werte einzuhauchen. Zu bezweifeln ist, ob das überhaupt möglich war weil das Konstrukt vorwiegend auf wirtschaftlichen Interessen beruht die ja nicht unbedingt dem Gemeinwohl verpflichtet sind noch nachhaltig.

Aber ich wollte ja eigentlich von meinem Sohn erzählen. Dieser belegt in seiner Schule den neu eingerichteten Leistungskurs Photoshop.

Ob dies für seine Entwicklung besser ist als zu meiner Zeit der Unterrichtstag in der Produktion, in dem ich mit der Feile umzugehen lernte, sei dahingestellt. Metallklötzchen vermittels dieses spanabhebenden Verfahrens in Würfel zu verwandelte war meine größte Leistung und wurde mit einer guten Note honoriert. Ob jene Spitzenleistung mich jedoch weiterbrachte, vermag ich nicht einzuschätzen, denn die Fähigkeit aus einem Stück Metall einen Würfel herauszufeilen habe ich in meinem weiteren Leben nicht mehr benötigt zumal ich mich gegen die Feile und für den Pinsel entschieden habe. Metallwürfel werden heute von Automaten hergestellt und die Kunst bald mit Photoshop. Textverarbeitungsprogramme gibt es schon, also ist auch der automatisch erstellte Text nicht mehr weit. Man spricht dann mit Siri oder einer anderen Dame. Sagt: „Mach mir einen Katzenroman.“ Und schon bekommt man seinen Katzenroman.

Wenn man Photoshop richtig beherrscht, kann man sich das Leben so richtig und auch schön machen.

Also bat ich meinen Sohn, die hier gezeigten Bilder zu bearbeiten. Zum Beispiel mal eine glitzernde Mercedes S-Klasse oder einen Porsche schön ins Bild zu setzen. Das Eine wegzuretuschieren und das Andere hinzuzufügen. Der Kontraste wegen meinte ich.

Mein Sohn entwirft am Computer regelrecht surrealistische Kompositionen. Aber meinem Wunsch kam er nicht nach. Er meinte, das ist zu abstrus und total unglaubwürdig. „In Connewitz werden solche Karren doch sofort abgefackelt.“ Ich solle mal realistisch sein – meinte er. In Connewitz und anderen Stadtvierteln von Leipzig (und nicht nur da) kann man betrachten was ich oben beschrieben habe.

Als ich von 1975 bis 1980 in in diesem Kiez in einem besetzten Haus lebte, war es auch abzusehen. Die meisten gingen rüber oder verweigerten sich. Jetzt bleiben sie da, denn ein „DRÜBEN“ gibt es nicht mehr und machen ihren Unmut Luft in dem sie mehrmals im Jahr mit der Polizei ein wenig Bürgerkrieg üben.

Linke gehen selten zur Bundeswehr. Bei den Rechten sieht das anders aus. Sie lassen sich dort gern ausbilden. 2013 wurden 309 rechtsextremistische Vorkommnisse bei der Bundeswehr verzeichnet. Von linksextremistischen Vorkommnissen ist nichts bekannt. Entweder die Linken werden von den Vorgesetzten gedeckt – oder was weiß ich. Zu befürchten ist, dass die Linken, weil sie das Angebot diese kostenlose Grundausbildung nicht annehmen, bei den zukünftigen Auseinandersetzungen mit den Rechten ins Hintertreffen geraten, zumal die Bundeswehr ja bald auch im Inneren eingesetzt wird.

Wenn Sie jetzt Angst bekommen wir könnten in diesem Fall aus der EU ausgeschlossen werden, so kann ich Sie beruhigen. Einer echten EU-Militärdiktatur wird lediglich das Stimmrecht im Rat entzogen. Mehr gibt der Artikel 7 nicht her. Diese Toleranz – das sind die echten europäische Werte! Denn man soll ja die nationalen Besonderheiten würdigen und auch achten. Beim Tabakkonsum geht es aber um das Volkswohl, weshalb Rauchverbote und das bedrucken der Verpackungen mit äußerst unästhetischen Abbildung EU-weit verordnet wird. Auch die Gurke sollte gerade sein und die IBAN möglichst lang, damit unser älteren Bürger im Kopf fit bleiben.

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Wir Deutschen kennen uns ja aus. Hitler wurde natürlich demokratisch gewählt.

In freien Wahlen gaben am 31. Juli 1932 37,3 Prozent der Deutschen der NSDAP ihre Stimme. Die SPD war damals mit um die 20 % ähnlich stark wie heute. Und die KPD mit 14 % zwei Punkte stärker als die PDS und die AfD gab es noch nicht.

Das die DDR Wahlen meist gefälscht waren ist sicher. Sicher ist jedoch auch, dass die SED mehr als 50 % der Stimmen bekommen hätte ohne diese Fälschungen. Auch Angela Merkel musste zu den Wahlen gehen sonst hätte sie nicht in der Sowjetunion studieren dürfen. Fragen wir was sie wählte und warum.

P.S. Was ich hier geschrieben habe, ist wahr. Von den Hypothesen, die ich anstellte, hoffe ich, dass sie nicht eintreten.